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14. Kapitel.
namentlich auch die Verwandtschaft der kvloschischen Sprache mitanderen Sprachstämmcn, zumal mit dem aztekischen und athapas-kischen untersucht wird, wobei der Autor zu dem Schluß kommt,daß das Koloschische einen durchaus selbständigen Sprachtypusdarstelle, verweise ich die sich für den Gegenstand näher inter-essierenden Leser; das folgende Verzeichnis enthält nur das vonuns selbst gesammelte Material, das trotz seiner Unvollständigkeitdoch in manchen Punkten, auch in bezug auf den grammatischenBau, nicht unwichtige Beiträge zur Kenntnis der Sprache lieferndürfte.
Das Substantiv»«».
Charakteristisch ist die Neigung zur Bildung von zusammen-gesetzten Wörtern; ein Concretum wird selten allein genannt, son-dern gewöhnlich in Verbindung mit einem anderen, ans dem esentstanden ist, oder zu welchem es gehört, oder auch in Verbin-dung mit einem besitzanzeigenden oder demonstrativen Pronomen.So wird allen Bezeichnungen für Teile des menschlichen Körpersdas Wort üä — Mensch vorgesetzt z. B. Irä-salrü Kopf —Menschenkopf, üü-äsodln Hand, Irä-olUn Nase, Irä-Znir Ohr,üä-rvnlr Auge. Auch der Schatten heißt lrä-tsodiolrri, und dasWeib lrä-sednt. Bei den Bezeichnungen für Körperteile derTiere wird ein vorgesetzt, so ekn-sadn, eln-odln, eln-Znir, ekn-rväü Kopf, Nase (beim Vogel „Schnabel"), Ohr, Auge einesTieres.
Bei Verwandtschaftsbezeichnung wird das Urononrsn posses-sivnnr vorgesetzt, so neir-lisolr mein Vater, nod-tlä meine Mutter.
Bei den Bezeichnungen für Gerätschaften setzt man gern dasMaterial, aus dem sie gearbeitet sind, oder die Figuren, mitdenen sie bemalt sind, oder endlich den Namen des Besitzersvoran, z. B. tsük-alodkä Spielstäbchen ans Knochen,
Mod-tmlr Schüssel mit den Symbolen des Raben,lolrta-Ann Trommel des Schamanen.
Eine Beugung des Substantivums scheint nicht statt zu fin-den, auch die Mehrzahl ist wenigstens in den meisten Füllen vonder Einzahl nicht verschieden *). — Die Präpositionen werden
y Vgl. die gegenteilige Angabe Weniaminows bei Buschmann 1. o.