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Die Tlinkit-Indianer : Ergebnisse einer Reise nach der Nordwestküste von Amerika und der Beringstraße ausgeführt im Auftrage der Bremer Geografischen Gesellschaft in den Jahren 1880-1881 durch die Doctoren Arthur und Aurel Krause
Entstehung
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13. Kapitel.

thütigkeit unter den Tschimssians. Da dieselbe bei dem leb-haften Berkehr der Stämme unter einander von großer Be-deutung für die Entwickelung der gesamten Jndianerbevölkernugder Nordwestküste geworden ist, werden einige nähere Angabendarüber am Platze sein.

Die Missionsthätigkeit in Britisch - Columbia begann, ab-gesehen von einigen Bemühungen katholischer Missionäre, diekeinen besonderen Erfolg gehabt zu haben scheinen, im Jahre 1857,als Mr. Duncan, ein Schüler des Highbury College in London,ausgesandt von der Church Missionar») Soeiety, seine Wirksam-keit in Fort Simpson, dem unter den Tschimssians errrichtetcnHandelspvsten der Hudson-Bai-Compagnie, eröffnete. Im Anfängehatte er freilich mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen, doch ge-lang es seinen unausgesetzten Bemühungen, namentlich nachdemer sich einige Fertigkeit im Gebrauche der Tschimssiansprache an-geeignet hatte, die argwöhnischen Bedenken der Eingeborenen zubeschwichtigen und sie von seinen uneigennützigen Bestrebungenzu überzeugen. Bereits im Herbst des Jahres 1858 hatte erdie selbstsüchtige Natur der Indianer soweit überwunden, daß erbei dem Ban eines neuen Schnlhauses durch freiwillige Beiträgeund Hülseleistungen von ihrer Seite unterstützt wurde. Als erdann in dem neuen Gebäude mit dem Unterricht begann, zählteer etwa 100 Kinder und 50 Erwachsene als Schüler. DerWinter brachte jedoch neue Kämpfe. Nur ein Teil der Tschimssianswar willens, den Schamanenfesten zu entsagen, ein andrer, undan ihrer Spitze der erste Häuptling, bestand auf der Feier der-selben und verlangte von Tunean, daß er während dieser Zeitkeine Schule hielte. Schließlich siegte jedoch Duneans Be-harrlichkeit über alle Schwierigkeiten, und um das Jahr 1861konnte er endlich einen lange gehegten Plan zur Ausführungbringen, von dem er mit Recht die größten Erfolge erwartete.Er hatte nämlich die Erfahrung gemacht, daß die Nachbarschaftdes Forts für das Wohl der Jndianerniederlassung von großemNachteil war und auch seine eigene Wirksamkeit schwer be-einträchtigte. Die Indianer blieben dadurch den Versuchungender Branntweinhändlcr ausgesetzt, waren Zeugen des zügellosenLebens, das auf manchen das Fort besuchenden Schiffen herrschte,und hatten auch beständig das Beispiel der heidnischen Nachbar-