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12. Kapitel.
Die Kenayer, Kennt oder Kinni.
Die Kenayer sollen sich selbst Tnaina (von tnai oderttönni Mensch) nennen und in der Stärke von ca. 460 Familienan den Küsten von Cooks Jnlet und an den Seen Jliamnaund Kisshick leben. Auch sie gehören nach Wrangell zu dem-selben Stamm wie die Koloschen, trotzdem in den Sprachen kaumnoch eine Aehnlichkeit vorhanden ist. Die Kenayer sollen gleich-falls den Raben als den Schöpfer ansehcn; ans verschiedenenStoffen erschuf derselbe zwei Frauen, von denen die eine dieStammmutter von 5, die andere von 6 Geschlechtern wurde. —Die Männer müssen nach altem Brauch ihre Frauen aus demanderen Stamme nehmen; die Kinder werden zu dem Stammeund Geschlcchte der Mutter gerechnet; der nächste Erbe ist derSchwestersohn.
Der Leichnam des Verstorbenen wird nach Beendigung deKKlagegesanges und nachdem die Hinterlassenschaft unter die An-verwandten geteilt worden ist, mit Unterstützung der Freundeverbrannt, und die gesammelten Gebeine werden beerdigt. DerErbe veranstaltet dann nach Verlauf eines Jahres ein Gedächtnis-fest, bei welchem die Freunde des Verstorbenen, die ihn bestattethaben, bewirtet und beschenkt werden. Von nun ab darf derName des Verstorbenen nicht mehr genannt werden.
Die Kenayer benutzen für ihre Fahrten ans den Flüssen undSeen, wie die Völker des Inneren, Canoes aus Birkenrinde,was auf ihre Verwandtschaft mit jenen schließen läßt. An derKüste gebrauchen sie aber auch lederne Barken, die sie wahr-scheinlich den Tschugatschen oder den Bewohnern von Kadiakentlehnt haben. Außer der Jagd und dem Fischfang treiben sieeinen lebhaften Handel mit den Galzanen.
Buschmann stellt die Kenai-Völker, zu welchen er noch dieÄtnas und Ugalentsen rechnet, als einen besonderen Hauptstammneben die Athapasken, welcher Meinung auch Radloff beipflichtet.Tall nennt sie nach Roß DöllLniir'-Xütolliir', doch sollten sieden Ätnas zu Folge sich selbst X'iig.1'n-Ivllotä.'iig, nennen ^).
0 Wrangell in Baer und Helmerscn, Beiträge I, 103—116.OnII, Inäinn Iriöss 35.