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Die Tlinkit-Indianer : Ergebnisse einer Reise nach der Nordwestküste von Amerika und der Beringstraße ausgeführt im Auftrage der Bremer Geografischen Gesellschaft in den Jahren 1880-1881 durch die Doctoren Arthur und Aurel Krause
Entstehung
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Die Nachbarvölker.

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untersuchtes Schamanengrab bestand aus einer kleinen, einein vier-eckigen Kasten ähnlichen Hütte, deren von dem Wasser abgewandteSeite mit einer hübschen, ans Cederrinde gefertigten Matte be-deckt war. Gegen diese hatte man den Leichnam in sitzenderStellung mit bis znm Kinn angezogenen Knieen gelehnt. Einerote, wollene Decke hüllte den Körper ein; das lange Haar warsorgfältig in einen großen Knoten auf dem Scheitel gebundenund ein Paar mit Figurenzeichnnngen versehene Knochenstäbewaren hindurchgesteckt. Ein geschnitzter Stab stand in einerEcke, und vor den Knieen lag eine viereckige, hölzerne Kiste,welche wahrscheinlich andere Insignien des Verstorbenen enthielt.

Die Feste, welche die Haidas feiern, gleichen denen derTlinkit in jeder Beziehung. Tänze, Gesänge, Bewirtungen undBeschenkungen der Gäste machen den Inhalt derselben ans. Diemeisten Gesänge werden in der Sprache der Tschimssians gesungen,was darauf schließen läßt, daß sie von diesen übernommen wordensind. Nach Dawson werden sechs verschiedene Arten von Tänzenunterschieden, die 8üä-Za,, 8üu-ckui, Lvai-o-Zuus-o-IuiiA, La-tm-üa-Ann, 81ra-rut und Hi-atl heißen.

Das Stäbchenspiel ist unter den Haidas ebenso verbreitet,wie unter allen übrigen Indianern der Nordwestküste. Zwischenden Spielern, die im Kreise auf der Erde hocken, wird eine reine,aus Cederrinde gefertigte Matte ansgebreitet. Jedermann bringtnun sein Bündel sauber geglätteter Stäbchen hervor, deren ver-schiedener Wert durch besondere Merkzeichen angegeben ist. Siewerden zusammen in weicher Cederrinde gemischt und dann nachBelieben herausgezogen.

Ausführlicher wird das Stäbchenspiel von Poole (Husen6lia,r1otcks Islauäs x. 319) beschrieben, der es mitockck orsvsu" (gerade oder ungerade) vergleicht.Jede Partei hat 40bis 50 Stäbchen, die sauber poliert und durch schwarze oder blaueRinge ausgezeichnet sind. Einer der Spieler nimmt nun eineAnzahl dieser Stübchen und bedeckt sie mit einem Stück fein zer-faserter und wie Werg anssehender Rinde. Unter dieser Decketeilt er das Bündel in zwei Teile, die er dann ans einer Handin die andere gehen läßt, indem er die Lautemurmelt. Wenn er damit aufhört, wählt sein Gegenüber dasBündel aus, in welchem er das rechte Stäbchen vermutet. Dann