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Die Tlinkit-Indianer : Ergebnisse einer Reise nach der Nordwestküste von Amerika und der Beringstraße ausgeführt im Auftrage der Bremer Geografischen Gesellschaft in den Jahren 1880-1881 durch die Doctoren Arthur und Aurel Krause
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Friedens- und Kriegs;;ebränche.

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mit dem größten Eifer und einem possierlichen Ernste tanzenzu sehen.

Znm Schluß jeder Feier wird von einem der Tänzer eineaus kurzen Sätzen bestehende laute Ansprache gehalten, die durcheinen ans der Versammlung, welcher vorher hinausgegangen ist,von außen her und zwar aus verschiedenen Richtungen mit ein-zelnen Worten beantwortet wird. Wir konnten nur so viel er-fahren, daß es sich hierbei um Frenndschafts- oder Dankes-bezengnngen handle, welche die Glieder des einen Stammesdenen des anderen erweisen; die nähere Bedeutung dieses Ge-brauches jedoch blieb uns unklar.

Es ist hier der Ort, im Anschluß an die Schilderung derinnerhalb geschlossener Räume gefeierten Festlichkeiten auch vonden Ceremonien und Gesängen zu sprechen, welche bei Gelegen-heit der Begegnung mit Fremden zur Begrüßung und zur Ver-sicherung friedlicher Gesinnung im Gebrauch sind. Diese Cere-monien werden jetzt nicht mehr so häufig wie früher begangen,namentlich den weißen Besuchern gegenüber, wohl infolge dergeringen Beachtung, welche diese ihnen schenkten; aber wenn einStamm den anderen mit der Absicht, Handel zu treiben, oderaus anderen Gründen besucht, dann werden die Formalitäten,von denen uns fast alle älteren Reisenden, wie Dixon,Malaspina, Vancouver n. a. berichten*), noch sorgfältig ge-wahrt. Vor dem Landen wird Halt gemacht; die Häupter legenihren Feststaat an und stimmen, aufrecht stehend und in derHand eine Klapper haltend, den ausdrucksvollen Friedensgesangan, welchen der Chor durch Vorstrecken der flachen Hände unddurch taktmäßige Ruderschläge begleitet; von Zeit zu Zeit fällter aber auch in den Gesang der Führer ein. — Zum Schlußder Feier werden gewöhnlich weiße Dunenfedern in die Luftgeblasen.

Dergleichen Begrüßungen waren auch den Europäern gegen-über Sitte, solange noch ein großes Schiff eine seltene Erscheinungin diesen Gewässern war. Teils zur Befriedigung der eigenenSchaulust, teils zur Herstellung freundschaftlicher Beziehungenmit den Eingeborenen pflegten die den Hafen von Sitka besuchenden

') Förster II, 16-1; Vancouver II, 389;IireUitos XV, 268.

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