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6. Kapitel. -
Holzschaufel herausgenommen und, nachdem sie auf einer ArtHolzrost, der über das Canoe gelegt wird, mit warmem Wasserabgespült worden sind, nochmals erhitzt, worauf der eben be-schriebene Prozeß noch einige Male fortgesetzt wird. Der auf
der Oberfläche des Wassers schwimmende Thron wird daraufdurch ein halbkreisförmig gebogenes Stück Cederrinde in denvorderen Teil des Canoes übergeführt und hier mit Holzlöffelnin große vierkantige Holzkisten übergeschöpft; durch längeres Stehen-lassen und durch Abschöpfen in kleinere Kisten wird er gereinigt. —Nach dem Erkalten hat der Thran das Aussehen und die Kon-sistenz des Gänseschmalzes; auch soll er, wenn er aus frischenFischen bereitet wird, nahezu weiß Und recht wohlschmeckend sein.Wenn er jedoch, wie es gewöhnlich geschieht, aus Fischen ge-wonnen wird, die bereits 10 bis 14 Tage in einer Grube ge-
legen haben, ist er für einen einigermaßen civilisierten Gaumenungenießbar. — Der im Canoe zurückgebliebene Brei von halb-zerkochtem Fisch, welcher noch viel Thran enthält, wird zur wei-teren Ausnutzung in engmaschige, aus Wurzelfasern geflochteneKörbe gefüllt, und Wasser und Thran durch die Poren derselbenhindurchgepreßt. Auch durch Anstreten mit den bloßen undkeineswegs vorher besonders gereinigten Füßen im Canoe selbstund durch nochmaliges Kochen mit heißen Steinen wird einemöglichst vollständige Absonderung des Thranes bewirkt.
Ein mittelgroßes Canoe, das etwa 3 Mann trägt, liefert,wenn es mit Fischen gefüllt war, etwa 5 bis 6 Gallonen Fisch-thran. Im Jahre 1882 kamen im Tschilkat-Gebiet auf denMann 8 bis 12 Canoes, was als ein günstiges Ergebnis galt.Der Thran dient fast ausschließlich zur Nahrung und wird namentlichzusammen mit gedörrtem Lachs genossen. Im Herbste werden mitihm ebenso wie mit dem Lachsfctt auch verschiedene Beeren fürden Winterbedarf eingemacht.
Mitte April ist die Zeit des Heringfanges; in dichtenSchwärmen ziehen dann die Fische zum Laichen in die flachenBuchten, und nur geringe Mühe erfordert ihr Fang. Etwa 3 inlange Stangen, die am unteren Ende mit einer Reihe scharf zu-gespitzter Nägel versehen sind, werden dazu benutzt; sie werdennach Art eines Schaufelruders durch das Wasser geführt, wobeisich die Fische auf den Nägeln aufspießen, mitunter je einer auf