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4. Kapitel.
Entschieden höher ist die künstlerische Begabung des Volkes.Die Holzschnitzereien sind sowohl durch ihre technische Ausführung,wie durch ihre geschmackvollen Formen und ihre phantastischeVerzierung bemerkenswert. — Nicht unbedeutend sind auch diegesanglichen Leistungen. Die eigenen Lieder der Tlinkit bekundenein ausgebildetes Taktgefühl und sind weit ausdrucksvoller, alses sonst bei Naturvölkern der Fall zu sein Pflegt; fremde Melo-diken eignen sie sich mit großer Leichtigkeit an.
Einen nicht unbedeutenden Bruchteil der eingeborenen Be-völkerung machten früher die Sklaven aus; reiche Häuptlinge be-saßen mitunter 20 bis 30 derselben *). Jetzt ist ihre Allzahl nurgering, selbst Tschartritsch, der angesehenste Tschilkat-Häuptling,hatte nicht mehr als zwei.
Der Sklave, „linolnr" genannt, ist vollständiges Eigentumseines Herrn, der mit ihm machen kann, was er will, der ihnverkaufen, verschenken oder töten darf nach Belieben. — Auch dieKinder der Sklaven bleiben Sklaven.
Von den Russen wurden die Sklaven „bmIZi" genannt;der Ursprung dieses Wortes ist noch dunkel, da es weder ausder Sprache der Aleuten noch aus der der Tlinkit entnommensein soll 2 ). Nach Weniaminow gehörten die Sklaven derTlinkit fast alle zu dem columbischen Stamm (ans Oregon vomColumbia-Fluß). Ihr Kopf war gewöhnlich oben spitz und dielinke Seite desselben ragte öfters hervor ^). Sie waren Kriegs-gefangene oder durch Kauf erworben.
') Lütke I, 194. Amu.
2) Erman, Ztschr. f. Ethn. 1t, 379. Indessen heißt es bereits in deinBericht von Krenitzyn nnd Lewaschow, daß die Aleuten Knechte „Lalss" ge-nannt, besitzen. (Pallas I, 262.)
2) Weniaminow 30.