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Die Tlinkit-Indianer : Ergebnisse einer Reise nach der Nordwestküste von Amerika und der Beringstraße ausgeführt im Auftrage der Bremer Geografischen Gesellschaft in den Jahren 1880-1881 durch die Doctoren Arthur und Aurel Krause
Entstehung
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3. Kapitel.

oder auch nach der Insel, welche sie bewohnen, wie derSchitka-lcon."

Der nördlichste Stamm der Tlinkit ist der Jalnltat-Itamill,dessen HauptortChlach-n-jök", ans einer Insel in der Jakntat-Bai,Tsuska" genannt, liegt. Der Jakutat-Stamm war nie besonderszahlreich. Dixon zählte hier im Jahre 1787 nur 70 Eingeborene,wobei jedoch zu berücksichtigen ist, das; zur Sommerszeit fast stetsder größte Teil der Bevölkerung ans Jagd- und Handelszügenunterwegs ist. Chliebnikow giebt an, daß bis zum Jahre 1805der Stamm gegen 200 Krieger zählte. Er scheint früher in einer-gewissen Abhängigkeit von dem Tschilkat-Stamme gewesen zu sein.Die russischen Steuerleute Jsmailow und Botscharow begegnetenhier dem Oberhaupte Jlchak, welcher seinen eigentlichen Wohnsitzan dem großen Flusse Tschitschat haben sollte, aber in jedemFrühjahr in Booten nach der Jakntat-Bai käme, sowohl desHandels wegen, als um seine Unterthanen zu sehen. Die Ein-wohner sollten nach Osten mit den Tschitschanern Handel treiben,nach Westen mit den Ugalachmnten und Tschngatschen').

Bis in die neueste Zeit hinein haben die Tschilkats undSchitkas (Sitkas) einen lebhaften Handelsverkehr mit den Jakntatsunterhalten, welche jetzt fast allein noch in den Besitz der kost-baren Seeotterfelle gelangen. Doch beanspruchen die Schitkasjetzt diesen Handel für sich allein, und während unserer An-wesenheit im Lande, im Winter von 1881 bis 1882, wurdeihnen auch dies Privileg von den Tschilkats nach langen Unter-handlungen zugestanden.

Gegen die Weißen haben sich die Jakntats wiederholt feind-selig und verräterisch gezeigt. Die von den Russen 1799 ge-gründete Niederlassung wurde, wie wir gesehen haben, im Jahre1805 von ihnen zerstört. Darnach wurden keine neuen Stationenin der Jakntat-Bai angelegt, und nnr gelegentlich wurde dieselbevon Händlern oder in jüngster Zeit auch von Goldsuchern be-sucht. Zwei der letzteren wurden im Jahre 1881 von einemEingeborenen hinterlistig ermordet, der Mörder jedoch später anein amerikanisches Kriegsschiff ausgeliefert und in Portland hin-gerichtet.

-) Pallas VI, 231.