(137—147) chronologisch angeordnet: Nr. 83—86 (die Verhandlungen in derKirche St. Maria in Tnrri vom 4. Februar), die in Nr. 99 — drei davonauch in Nr. 100 — eingeschaltet sind, ferner Nr. 87 u. 88 (die Eide aus Sutrivom 9. des Monats), die gleichfalls in Nr. 99 stehen, dann Nr. 89 u. 90 (vom12. Februar), die in Nr. 100 eingerückt sind; weiter folgen Nr. 91—95 (dieEide von Ponte Mammolo vom 11. April), die in Nr. 99 u. 101 ausgenommenstehen, zuletzt noch Nr. 96 (das sogenannte Pravilegium Paschalis' II.), das amSchluß von Nr. 101 angefügt ist, und Nr. 97 (Paschalis' II. Friedcnsbestütigungvom 12. April), wovon wenigstens die erste Formulirung — Doimulit a — inNr. 101 enthalten ist. Dazwischen steht die Dorwa abrsnuntiationis 8ilvsstri IV.autipapLs als Nr. 98°).
Wenigstens für einen Theil dieser Materialien steht außer Zweifel, daßsic auf den Geschichtschreiber des Romzugcs, David, zurückgehen.
lieber David sagt Ekkehard im Obroniaon universale, a. 1110°): luter guos(se. den litterati viri, die Heinrich V. nach Italien mit sich nahm) alaruitguülain LeotiZeua nomine Dnvid, gusm (Ood. 6: dudum) sebotas IVireiburerezentem pro morum probitate (6od. 0.: omnigus libsralium artium psritia)rsx sibi capsllanum assumpsit. Hie itague sussus a rozs totam lluius expsäi-tionis ssriem rerumgus in illa zestarum stilo tam tavili, gui psne iiicliil aoommuni loguela äiitbrat (6od. 6.: ckisorepst) tribus lidris dizsssit, eonsulsnsin boe stiam Isetoribus laieis vel aliis minus doctis, guorum base intslleetusoapsrs possit. Igitur suxta prsseripti testimonium ll^storiozrapki (: es folgtdie Erzählung vom Antritt des Zuges durch Heinrich V.) (88. VI, 243)'). lindebenso zeugt Wilhelm von Malmesbury, 6esta regum Lnglorum, Dib. V, vonDavid, zuerst in e. 420: itsr illuck all Ilomam . . . David 8eottus Lanoornsn-sis episoopus exposuit, mazis In rszis zratiam, guam bistorieum deoerstacolinis°), dann in e. 426: Omnem baue ambitionem priviloziorum et con-seerationis (das geschah in den vorhergehenden eo. 421—424, wo Wilhelm dieoben genannten Stücke Nr. 92—97 aufnahm) verbo de scriptis praslati Davidtraustuli, guas ilts, ut dixi, prouius guam debsrst ad zratiam rozis inüsetit(88. X, 479 , 480) °). Da nun in diesem aus David geschöpften Berichte desWilhelm von Malmesbury ein Textstück (I. o., 479, Z. 41—44) dem ob. S. 173in n. 75 mitgetheilten Abschnitte von Nr. 101, der Ilslatio caesarea altera,buchstäblich entspricht, so liegt es nahe, mit Weiland (l. c., 151) anzunehmen,daß eben diese Nr. 101 entweder aus David's Werk geschöpft ist oder daß Davidgeradezu der Verfasser von Nr. 101 gewesen sei.
Es ist hienach kein Zweifel, daß die durch Ekkehard in seinem Jahres-
5) Liese Nr. 88 ist aus der Edition Wattenbach's, Neues Archiv der Gesellschaft fürätterc deutsche Geschichtskunde, X, 404, wiederholt.
8) Ooll. D läßt diese ganze Stelle aus.
7) Tie Worte Ekkehard's, a. 1111, zur Erzählung der Ereignisse vom 12. Februar:Post daso quas gssta sunt, lvngissunuin ost snarraro (88. VI, 244) zeigen deutlich, daßhier der Verfasser eine ihm zu Gebote stehende Vorlage verkürzte. Doch macht Wattenbach,Deutschlands Geschichtsquellen im Mittelalter, II, 8. Ausl., 85, darauf aufmerksam, daßdie hier folgende Vergleichung des Thuns Heinrich's V. mit dem des Erzvaters Jakob: insxsinpiunr patriarodas llaood lljoontis all angslurn: Xon llirnittarn to, nisi bsnsllixsrisinilli (8sn., XXXII, 28) nicht als von David herrührcnd anzusehen ist, sondern daß sicnach dem hier in n. 3 citirtcn Werke Balderich's, v. 8, auf ein Wort Heinrich's V. zurück-geht, das er selbst an den gefangenen Papst Paschalis II. richtete: rsx, ut llioitur, ouinin asoolssia rsspiosrst pioturas, villsns llaood luotantsnr onnr angslo, lloinino papas
vonollixsris initii (88. VIII, 245).
8! Auf diese in n. 7 erwähnte Anwendung des Bibclwortes bezieht sich Wilhelm vonMalmesbury eben hier in o. 42V: st inaullitain violsntiain, quoll apostolionin osxit,nuainvis lidsrs oustollisrit (so. Heinrich V.), iauäi lluoit (so. David), ad sxsnrxlo quollllaood angslum violsntsr tsnsns, ksnslliotionsin ad so sxtorssrit. Diese Aeußerung,und ebenso, daß David entgegen dem Worte des Paulus: Xoino inilitans Vs» irnxlivatss nsgotiis ssoularidns (ill Dinrotii., II, 4) die vuxillitatss nontiüouin xsr laioos in-vsstitorunr - quia non sit ssoulars nsgotiuni. si olsrious laioo t'sosrit donriniuin —in Schutz nehme, hält Wilhelm für Dinge, die er als krivola bezeichnet: doch will er — nsdonunr viruni vsrdo villsar prsnisrs — David das zu Gute halten, quia non distoriani
^8) Auch Ordericu^ Bitalis, Ilistor. soolssiastioa, pib. X, sagt, in Beziehung aufdie ob. S. 131 u. 183 in n. 41 u. 42 gebrachten Stellen: Irsnsis quillain soolastious lls-osnti rslations littsris trallillit, in Bezug auf Heinrich's V. Romzug (88. XX, 67).