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Mahnung gegeben. Von Paschalis II. gingen geradezu vertraulicheMittheilungen an den Bischof von Cur").
Jedoch auch einer der thatkräftigsten und zugleich gewaltsamstenunter den hohen geistlichen Gegnern des Kaisers machte, wohl ebenjetzt, wenigstens den Versuch, sich in seinem Sprengel, den er zuverlassen genöthigt worden war, neuerdings festzusetzen. ErzbischofKonrad von Salzburg hatte mit dem Tode der Gräfin Mathildeseine Zufluchtsstätte in Italien eingebüßt"). Er war also wieder,etwa im Herbst des abgelaufenen Jahres, auf deutschen Bodenzurückgekehrt. Doch war er nicht sicher in seinem Sprengel undscheint nicht nach Salzburg selbst gelangt zu sein. Ueber seinenAufenthalt im Kloster Admont wurde nachher allerlei erzählt, daßer sechszehn Tage im Stistskeller habe zubringen müssen und einanderes Mal, um seine Verborgenheit zu wahren, sogar einen Taghindurch im Wasser eines Flusses bis an das Kinn zu stehen ge-nöthigt war, daß er ein halbes Jahr in einer Höhle gelebt habe;dann soll er bei dem Markgrafen Otakar von Steier eine An-lehnung gefunden haben. Aber etwa um die Mitte dieses Jahres,als Heinrich V. in Italien eingetroffen war, verließ Konrad dasLand, wo er nicht festen Fuß zu fassen vermochte, wieder und be-gab sich, nur von einem einzigen Ritter und einem Diener begleitet,zu Erzbischof Adelgoto von Magdeburg und zu Bischof Reinhardvon Halberstadt. Wohl erst jetzt, als Konrad dergestalt ganz indas Lager der grimmigsten Feinde des Kaisers eingetreten war,sprach dieser auch gegen ihn die förmliche Absetzung von der erz-bischöflichen Würde aus"). In Admont setzte Konrad, nachdem
") Bergt, die von Ewald imINeueu Archiv der Gesellschaft für älteredeutsche Geschichtskunde, III, 169 ff., cdirte Bricfsammlung (Ewald vertheidigt,I. e., VII, 2ll u. 212, die Sammlung gegen Löwcnfeld's Einwurf, 1. 0 ., VI,695 ff., daß bloße Stundungen in mehreren Briefen, besonders auch in Wido'sBrief an Paschalis II. über lldalrich von Konstanz, Vorlagen). Auf BischofUdalrich von Coustanz (vergl. ob. S. 176 in n. 82) bezieht sich eben BriefNr. 5 in der Reihe. Brackmann macht in der ob. S. 849 in u. 5 genanntenAbhandlung darauf aufmerksam, daß Wido in der Pfüverscr Angelegenheit demBischof Rudolf von Basel zu Liebe vorübergehend eine Stellung eiunahm, dieden Rechtsansprüchen von Pfüvcrs ebenso sehr, wie der päpstlichen Entscheidung,widersprach, so daß Abt Gerold diese Handlungsweise seines Sprcngclbischofs inRom gebührend hcrvorgehoben haben wird, was dann eben Paschalis' II.Schreiben an Wido — 9. 6382 — veranlaßte, mit der deutlichen Weisung:Tue dilectioni prsssutia 8eripta wittsutos praecipimus, ut lluic presumptioui(8e. Rudolf's) pro tue täeultutm mocko 8tudsa8 obviars. idiou euim epmcoporumallein fuxta cauon88 licet alisimm parocliiam invadsre vel ecclemas 8us prs-ckium alienare, allerdings ohne daß unmittelbar ein Tadelswort darin stand(Brief Nr. 16). Brief Nr. 11 (9. 6863) ist ob. S. 815 in n. 43 erwähnt.
") Vergl. ob. S. 265.
Heber Konrad sagt die Vita Olmooradi arebispmcopi, 0 . 12: vsinckscum putaret temporu in meliorem eommutata, reckiit tameu paucw in spm-eopatu psrmaneim diolum, es guod regi propter scmma, guock tecerat iuvesti-tni'U8 epweopatuum obtiusre uou valeus, atgus ickcireo sxcommuuieatu8lusrat, commuuieare uoluit. Nulto itagus labore multisgus auxietatil>u8 permedium advsrsariorum 8uorum tran8isns, milite uuo et 8vrvieute eouteutu8,Laxouiam veuit, denigue receptem ab epi8copi8 Ilildimslleimeimi (irrige Be-