Wüstungen zu verunmöglichen. Obschon er nur wenige Leute umsich hatte — sechszig Ritter, mit ihren Knechten, waren ihm zurHand —, wagte er dennoch der gewaltigen Uebermacht — auszweitausendachthundert Mann ist in Sachsen das feindliche Heerangeschlagen worden — in den Weg zu treten. So gelang es ihm,am 9. Februar, einen großen Sieg davonzutragen. Er überfieldie Slaven, als sie sich bei Köthen zerstreut hatten, um zu plündern,und schlug sie vollständig, so daß fast zwei Drittel der Feinde ge-fallen sein sollen 2 ).
Unmittelbar nach diesem Siege über den auswärtigen Feindkam der innere Zwist, zwischen dem Kaiser und den Fürsten dessächsischen Landes, zur Entscheidung, durch einen Waffengang,der die Sache Heinrich's V. in diesem Theile des Reiches auf dasschwerste traf.
Die sächsischen Gegner waren, wie Ekkehard ausdrücklich aus-sagt, durch die umfangreiche Rüstung Heinrich's V. in Angst ver-setzt. Allerdings stellten sie gleichfalls ihre Truppen in Bereit-schaft, als sie die ihnen drohende Gefahr erkannten; allein es fehlteihnen zuerst der feste Wille, entschlossen zum Kampfe vorzugehen.Vielmehr suchten sie den Kaiser zu beschwichtigen; sie schickten eineBotschaft in sein Lager, mit der Versicherung, daß sie bloß deß-wegen zur Vertheidigung schreiten wollten, weil sie durch die Noth-wendigkeit dazu getrieben seien. Immerhin hatten sie sich vonWalbeck, wo zuerst ihre Sammlung der Streitkräfte geschehen war.
2) Der ^nnsiists 8sxo schiebt — allerdings erst nach dem Gefecht amWelsesholz — ein: lateres, comss äs LsIIsnstiäs sum 60 äs Dsutonieis vieitäuo inilis st oetinZsntos äs 8Isvis in loeo gut Ootllsas äieitur; sx guibusibiäem sorrusrunt 1700 et smplius, 5. läus I'sbrusrii (88. VI, 751 — gleich-lautend in den Xnasl. dlsgüsburZons., 88. XVI, 182, ebenso nahezu — bloßabweichend in der Zahl der Gefallenen: milie ssxssnti st smxäius — in den6ssts srellispiscopor. NsZäsburZsas., 88. XIV, 410). Die Xausl. ksliäsos.verbinden mit der vorangehenden Ekkehard entnommenen Erwähnung des Siegesam Welfesholz dieses Ereigniß: Ipso äis (Giesebrecht, 111, 1218, weist in den„Anmerkungen" darauf hin, wie solcher Synchronismus sich gern sagenhaft ein-stellt) 8sxoaum sires Xädism, gui sä saxiliuin Inuäsriel äusis st suorumvsairs äsbusrsnt, rumor sttigit surss, guoä seiliset 8elsvi, ixsis äisss-äsntidus, psrpsrsti ssssnt tsrrss ssrum iavsäsrs. Intsrwisss igitur pro-tsstioas, ssuts prssstolsti, in oppiäo 6otins eis sä prsäsm äiseurrsatibusoesurrnat st rspseium multituäins prostrsts, stism ipsi vietorss skkssti snat.8isgus eum Osi säjutorio illo uao äis 8sxonis sst proeursts, nt diue sodristisnis, illias s psgsnis Irostibus sit potsatsr lidsrsts (88. XVI, 76). Auchdie 6ssts spiseoxor. üslbsrstsäsns. betonen die Gleichzeitigkeit mit dem Gefechteam Welfesholz: Lsäsin guogus äis 8elsvi Drsnssibiai llse oeeuxstions 8sxoaumiatsllsets, Lass 8sxoais msnu vsliäs intrsvsrunt. tzuibus priaeipss orisatissnm sxsroitu oeeurreatss, multipliei strsZs ksets, äs ipsis vistorism psritsrsunt säepti, st sie äivius elsmsntis 8sxonss uno äis gsmiao lloasstsvittriumpllo (88. XXIII, 104). Bergl. von Heinemann, Albrecht der Bär, 41 u. 42,wo angedeutet wird, daß Otto, indem er die Verfolgung der Besiegten auf dasrechte Ufer der Elbe fortsetzte, hiebei seinem Hause, wahrscheinlich im GauCierwisti, die ersten Besitzungen, im heutigen Herzogthum Anhalt, gewann, sowien. 133—313 —, daß wohl bei den sechszig Kämpfern, den Rittern, die Knechtehiuznzufngen sein werden.