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möglich sein 20). Paschalis II. kam inzwischen über Ceperano undMonte Cassino bis zum Ende des September nach Benevent, wohinihn der seit dem vorhergehenden Jahre in die Leitung des Klosterseingesetzte Abt Bruno begleitete. Denn hier gedachte der Papsteine Synode abzuhalten o°).
Durch den wichtigsten Beschluß dieser Versammlung wagtenun Paschalis II. eine fernere weitgehende Herausforderung gegenHeinrich V. zum Ausdruck zu bringen. Denn in der abermaligenErneuerung des Verbotes der Investitur richtete er jetzt seine Ver-urtheilung in den bestimmtesten Worten auch gegen den König.Er bedrohte nämlich, für die Handlung des Empfanges einer In-vestitur mit einer Kirche oder einer kirchlichen Würde, nicht nurden Empfangenden, sondern ausdrücklich auch den Gebenden mitder Excommunication. Eine alsbald an Erzbischof Anselm vonCanterbury gegebene Antwort bewies auf das deutlichste, daßder Papst den deutschen König, der so rücksichtslos Investiturenertheilte, darunter verstehen wollte. Anselm hatte an Paschalis II.geschrieben, daß König Heinrich von England aus dem Entgegen-kommen, das der Papst dem deutschen Könige, trotz seiner Er-theilung von Investituren, zeige, den Schluß ziehen möchte, derPapst wolle Heinrich V. dieses Recht einräumen, und so nehme auchsein König dieses für sich in Anspruch. Allein Paschalis II. ent-gegnete unumwunden: „Was Du zu erkennen gegeben hast, daßgewisse Leute sich darüber ärgern, daß wir das ertragen, daß derdeutsche König Investituren von Kirchen gebe, so magst Du wissen,daß wir das weder jemals geduldet haben, noch dulden werden;wir erwarten zwar, daß der Trotz jenes Volkes gebändigt werde,daß der König jedoch, wenn er auf dem Pfade der väterlichenNichtswürdigkeit wird verharrt haben, das Schwert des seligenPetrus, das wir schon herauszuziehen beginnen, ohne Zweifel er-fahren wird". Die feindliche Stellung des Papstes gegenüber demKönige, mochte dieser nun diesen Schritt vernehmen, oder nicht,war jedenfalls wesentlich verschärft^).
LS) Pisanus, Vita ?asodali8 II. (vergl. ob. S. 58, in r>. 35), bc-
urtheilt die Maßregeln des Papstes bei seinem Weggang: ipss ckispositionissnas artieulo usus transivit, inoratusgus guo cksbuit, ur ckecuit teoit, cumcksbuit reckiit — nnd fügt dann mit: In itiners erat das Weitere an (Watterich,kontit'. Roman. vitas, il, 7>.
o°) ck. 6204 (vom 4. September) ist aus Ceperano, 4- 6205 (vom 25.) ausBenevent. Petrus, 6bron. inonast. Oasin., Rib. IV, e. 33, sagt: Neuss Oe-tobrio ackvsnisnts, apostolious ack dune Issum ackvenisns, soeiats sibi nostroabbats szmockuin eelsbratnrns Lsnevsntuin psrrsxit (88. VII, 777).
b') Als Beschluß der Synode nennt Petrus, I. e., ausdrücklich: nt gni-eumgus investituram ecelssias vsl soclssiastieam ckignitatem äs mann laieiaeospsrit, et ckans st aesipiens eommunions pi-ivstur, und in .1. 6206 schreibtam 12. Octobcr Paschalis II. an Erzbischof Anselm von Canterbnry die obenin den Text gesetzten Worte. Die ^nnsl. öenevent. haben nur kurz das Datumdes Eintreffens des Papstes und der Synode im Oktober (88. III, 183 u. 184:vergl. auch Raleonis Lensvent. Obron., a. 1108: Rapa Raecbalis venit Lens-ventum, gui msnss Dlovembris orckinavit Ranäulpbum arebiepiseopum —