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6 (1907) 1106 bis 1116
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Heinrich's Verfügung über die Kirchen von Korvei und Basel. 41

schon zu dieser Zeit zwei erledigte bischöfliche Sitze am Oberlaufdes Rhein schon wieder, wohl unzweifelhaft abermals ohne Weiteresdurch Heinrich V., neu besetzt waren ^). Bischof Burchard von Basel,der schon 1072 seiner Kirche vorgesetzt worden war, hatte sich stetsals ein hingebender Anhänger Heinrich's I V. erprobt. An desKönigs Seite war er in Canossa vom Banne losgesprochen worden;dann war er ein Vorkämpfer gegen den Gegenkönig Rudolf gewesen;als Augenzeuge des Eintritts des Königs in Rom 1084 wurde eram gleichen Tage mit hohem Lobspruch bei der Ertheilung einerköniglichen Schenkung geehrt, und dann war er wieder 1095 alseiner der Getreuen bei dem Kaiser in dessen Roth in Italien.Jetzt war er gestorben, und allem Anschein nach wurde gleich fürdie Bestellung der Nachfolge gesorgt. Der Dompropst Rudolf wurdeBischof, und es ist bezeugt, daß er nachher gegenüber dem Erz-bischof Guido vou Vienne, der da den Erzstuhl von Besantzon ver-trat, die Gehorsamserklärung abgab ^). Noch vor Basel scheint

die alteren Königs- und Papsturkunden für das Kloster St. Maximin beiTrier — Westdeutsche Zeitschrift für Geschichte und Kunst, V, 28, 56 ff. — alsFälschungen des Mönches Benzo (vcrgl. Bd. I, S. 460 n. 121) nachgewiesen.Sie betreffen alle drei Restitutionen von Gütern an das Kloster; immerhin istbei 8t. 3014, wo 8t. 3015 und 3016 zusammengefaßt und erweitert erscheinen,die Autorschaft des Fälschers Benzo am meisten erwiesen (unmöglicherweisekann, wie hier in 8t. 3014, Heinrich von Limburg noch üoiurieus äux ge-nannt werden). Die Liste der Intervenienten in 8t. 8016, das noch am ehesteneine Annehmbarkeit besitzt, nennt neben Bruno von Trier die Bischöfe Burchardvon Münster, Adalbero von Metz, Otto von Bamberg, Eberhard von Eichstädt,Bruno von Speier, dann Graf Wilhelm, Herzog Berchtold und noch vierGrafen (8t. 3015 nennt außer diesen noch von Erzbischöfen Ruothard vonMainz, Friedrich von Cöln, Konrad von Salzburg, von Bischöfen Gebchardvon Constanz, Udo von Hildesheim, Erluug von Würzburg, Johannes vonOsnabrück, Cuno von Straßburg, Rudolf von Basel) Gestützt auf diese dreiUrkunden nahm Guba, Der deutsche Reichstag in den Jahren 911—1125, 128u. 129, für Anfang und Ende Mai Versammlungen in Mainz und Metz an,und da mehrere der als Intervenienten genannten Ramm unter den Gesandtennach Chalons erscheinen (vcrgl. bei n. 20), da vor dem Ausbruche in die west-lichen Gegenden eine größere Versammlung besonders zur österlichen Festzeitsehr wahrscheinlich ist, auch allen aufgeführten Namen ein Zweifel der Möglich-keit der Anwesenheit nicht entgegensteht, kann vermuthungsweise die Richtigkeitder Aufzählung angenommen werden-

") Das nimmt Pciser, Der deutsche Jnvestiturstreit unter König Hein-rich V. bis zu dem päpstlichen Privileg vom 13. April 1111, 37, wohl mitRecht, an.

Bergt. über Burchard Bd. II, S. 171 (mit n. 104: wo Litteratur-Angaben), 762 u. 767, Bd. III, S. 39, 528, Bd. IV, S. 458. Den Tod desBischofs erwähnen Luns-I. Nonastsrisns. (dazu: sueoessit clomnus lklläoltrw) zu1106, die sogenannten ännal. Ottenbur. (6oä. 2) und ^nnulista 8axo — mitder Bemerkung: Uureburäus Lasilisnsis, gui eeelssiain ä!u iinpuznans tanäsinissipusrut —f zu 1107 (88. III, 154, V, 9, VI, 746): für 1107 als Todesjahrentscheidet sich auch Mooyer, Zur Feststellung der Reihenfolge der älterenBischöfe des Hochstiftes Basel — Beitrüge zur vaterländischen Geschichte,herausgeg. von d. histor. Gesellsch. in Basel, VII, 14 u. 15 —, wo auch der12. April, doch mit einem nicht nachweisbaren Citat, als Todestag genannt ist.Rudolf's Obedicnzerklärung — Raäultns Lasilisnsis LLciesiuv nunc oMvainIewspiseopus — ist durch Waitz, Neues Archiv der Gesellschaft für ältere deutsche