Druckschrift 
4 (1842)
Entstehung
Seite
50
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ten zu erfahren, den Du einst für ein Werkzeug des Bösenhalten konntest!"

Nein, Alles, was man wünscht, von dem Gelieb-ten zu wissen, weiß ich: daß Du mich liebst!"

Ich habe Dir gesagt, daß mein Leben gesondertist von dem Anderer. Möchtest Du nicht suchen, es zutheilen?"

Ich theile es jetzt!"

Aber wenn es möglich wäre, immerfort so schönund jung zu sehn, bis die Welt um uns als Ein großerHolzstoß in Flammen anflodert!"

Wir werden es setz», wenn wir die Welt verlassen!"

Zanoni blieb einige Augenblicke stumm, dann sagteer:Kannst Du Dich noch jener glänzenden, ätherischenTräume erinnern, die Dich einst besuchten, wo Du Direinbildetest, Du setzest für ein Schicksal bestimmt, fernund weit erhaben über das der gewöhnlichen Kinder derErde?"

Zanoni, daS Schicksal ist gefunden!"

Und bangt Dir nicht vor der Zukunft?"

Der Zukunft? Ich vergesse sie! Vergangenheit undGegenwart und Zukunft ruhen in Deinem Lächeln. Ach!Zanoni, spiele nicht mit der närrischen Leichtgläubigkeitmeiner Jugend! Ich bin besser und demüihiger gewor-den, seit Deine Nähe den Zaubernebel vor mir vernichtethat. Die Zukunft! ha, wenn ich Ursache habe, davorbange zu seyn, will ich zum Himmel aufblicken, und be-denken, Wer unser Schicksal lenkt."