Druckschrift 
4 (1842)
Entstehung
Seite
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der ganze Himmel schien davon verschlungen z» werben.Und endlich inmitten einer silberglänzenden Atmosphärewar ihm, als ob Etwas in seinem Gehirn sprängeals ob eine starke Kette ^gebrochen wäre; und in diesemAugenblick schien ihn ein Gefühl himmlischer Freiheit, inunaussprechlichem Wohlgefühl, von Erlösung vom Leibe,von Vogelleichtigkeit, selbst in den unermeßlichen Raumhinauszutragen.Wen von den jetzigen Erdbewohnernwünschest Du zu sehen?" flüsterte die Stimme Mejnours.«Viola nndZanoni!" antwortete Glyndon in seinem Her-zen, aber er fühlte, daß sein Mund sich nicht bewegte.Plötzlich schien bei diesem Gedanken durch den Raum, inwelchem Nichts als ein mildes, durchsichtiges Licht demAuge sich dargeboten hatte, eine rasche Aufeinanderfolgeschattenartiger Landschaften dahin zu rollen Bäume,Berge, Städte, Meere glitten vorüber, wie die wech-selnden Bilder eines Schattenspiels; und endlich sah er,unbeweglich und fest, eine Höhle ans dem ansteigendenRand einer Seeküste, Myrten und Orangenbäume be-kleideten die lieblichen Uferhöhen. Auf einer Anhöhe ineiniger Entfernung glänzten die weißen aber zerstörtenUeberbleibsel eines heidnischen Baues in Ruinen; undder mit friedlichem Schimmer über Allem scheinende Mondbadete im buchstäblichen Sinne in seinem Lichte zwei Ge-stalten vor der Höhle, zu deren Füßen die blauen Wasserplätscherten, und er glaubte sie sogar flüstern zu hören.Er erkannte beide Gestalten. Zanoni saß auf einem Fels-stück; Viola, neben ihm halb liegend, schaute ihm in sein