Druckschrift 
4 (1842)
Entstehung
Seite
31
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ten, Römer, Sarazenen und Normannen in verschiede-nen Jahrhunderten als einfallende Eroberer ihre Zelteaufgeschlagen hatten. Alle Anschauungen der Vergan-genheit die stürmischen, blendenden Geschichten dessüdlichen Italiens, drängten stch dem Geiste des Künst-lers auf, wie er hier hinunter schaute. Und dann, lang-sam sich umwendend, um hinter sich zu schauen, sah erdie grauen, verwitternden Mauern des Schlosses, in demer die Geheimnisse suchte, welche der Hoffnung aufdie Zu-kunft ein gewaltigeres Reich gewinnen sollten, als die Er-innerung an die Vergangenheit besitzt. Es war einejener Burgen von Baronen, mit welchen Italien im frü-hem Mittelalter übersäet war, die nur Wenig von dergothischen Anmuth und Großartigkeit besaß, welche diekirchliche Baukunst derselben Zeit anszeichnet, aber derb,ungeheuer, drohend selbst im Verfall noch. Eine höl-zerne Brücke war über die Schlucht erbaut, breit genug,daß zwei Reiter neben einander darauf reiten konnten;und die Planken zitterten und gaben einen hohlen Tonzurück, als Glyndon sein abgetriebenes Pferd hinüberspornte.

Eine Straße, die einst breit und mit rohen Steinengepflastert gewesen, aber jetzt von langem Gras undwirrem Unkraut fast bedeckt war, führte zu dem äußernHofe des hart daran liegenden Schlosses; die Thorewaren offen, und der halbe Bau war auf dieser Seite derBefestigungen beraubt, die Ruinen zum Theil versteckt vonJahrhunderte altem Ephen. Beim Einreiten in den innern