Druckschrift 
4 (1842)
Entstehung
Seite
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teten uns stattlich aus, und Euer unterthäntger Dienerward als ein so edler Kapitän betrachtet, wie nur je einerein Verdeck betrat. Aber ach, jetzt wollte meiu Schick-sal, daß ich mich in die Tochter eines Seidehändlers ver-liebte. Oh, wie ich sie liebte, die hübsche Clara! Ja, ichliebte sie so innig, daß mich ein Abscheu vor meinem bis-herigen Leben ergriff! Ich beschloß zu bereuen und zubüßen, sie zu heirathen und mich als ehrlicher Man»nieder zu lassen. Demgemäß beschick ich meine Genosse»zu mir, erklärte ihnen meinen Beschluß, legte mein Kom-mando nieder, und beredete sie abzureisen. Es warengute Kerle; sie nahmen Dienste bei einem Holländer, ge-gen den sie, wie ich hörte, eine glückliche Meuterei anzet-telten , und ich sah sie nicht wieder. Ich hatte noch zwei-tausend Kronen übrig, mit dieser Summe gewann ichdie Einwilligung des Seidehändlers, und es wurde fest-gesetzt, daß ich als Theilhaber der Firma eintreten sollte.Ich brauche nicht zu sagen, daß Niemand argwohnte, welchein bedeutender Mann ich gewesen, und ich galt für denSohn eines neapolitanischen Goldschmieds, statt für deneines Cardinal-. Ich war damals sehr glücklich, Sig-nor, sehr ich hätte keiner Fliege ein Leid thun können!Hätte ich Clara gehetrathet, ich wäre ein so sanftmüthi-ger Seidehändler geworden, als nur je einer das Ellmeßhandhabte."

Der Bravo schwieg einen Augenblick, und es warleicht zu sehen, daß er mehr fühlte, als seine Worte und

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