^ 7 ' "
16
folgsam seyn. Wünscht Ihr Sicherheit, oder verlangtIhr Rache, wollt Ihr eine Schönheit gewinnen, oderEuch Eures Feindes entledigen — sprecht nur das Wort,und wir sind Euer — wir sind Euer! Ist es nicht so, Ka-meraden?" Und wieder brüllten die wilden Stimmen:„Amen, Amen!"
„Jetzt, Signor," flüsterte der Bravo, „wenn Ihreinige Münzen entbehren könnt, werft sie unter den Hau-fen und laßt uns gehen."
Glyndon, nicht unzufrieden mit den letzten Wor-ten, leerte seine Börse auf die Straße aus, und währendunter gemischten Flüchen, Segnungen, Gekreisch und gel-lenden Rusen, Männer, Weiber und Kinder um das Geldsich balgten, ergriff der Bravo den Zügel des Pferdes,führte es einige Schritte in scharfem Trott durch dasDorf, lenkte dann in einen schmalen Gang links ein, undnach wenigen Minuten waren weder Häuser noch Men-schen mehr sichtbar, und die Berge schlossen zu beidenSeiten ihren Weg ein. Jetzt ließ der Führer den Zügellos, er mäßigte seinen Schritt, wandte seine dunkeln Au-gen mit einem schlauen Ausdruck gegen Glyndon, undsagte:
„Euer Ercellenz war vielleicht nicht auf den herz-lichen Willkomm gefaßt, der Euch bei uns wurde?"
„Ha, in Wahrheit, ich hätte darauf gefaßt seynsollen, da der Signor, in dessen Haus ich will, mir denCharakter seiner Nachbarschaft nicht verschwieg. Und