Schläfer hielt. Er fuhr auf, und in der Verwirrung desAufwachens, und bei dem unvollkommnen Licht, Lei wel-chem er Gawtreys starke Züge sah, bildete er sich halbein, es stehe ein Feind vor ihm.
„Gebt Acht Freund!" sagte Gawtrey, als Mortonin diesem Wahn ihn am Arm packte. „Ihr habt eineköstliche, derbe Faust, Einen zu packen. Scyd ruhig, wolltIhr? Ich habe ein Wort mit Euch zu sprechen." Hierging Gawtrey, indem er die Kerze auf einen Stuhl stellte,an die Thüre zurück und schloß sic.
„Seht Ihr," begann er mit flüsterndem Tone, „ichhabe beinahe den ganzen Kreis meiner Erfindsamkeit durch-laufen, und mein Witz, so fruchtbar er ist, gibt mir wenigErmuthigung mehr für die Zukunft. Nachdem einmal dieserFavart sein Auge auf mich geworfen, wird alle Vermum-mung und alle Täuschung wenig helfen. Ich darf nichtnach London zurück; ich bin zu gut bekannt in Brüssel,Berlin und Wien —"
„Aber," unterbrach ihn Morton, indem er sich aufden Arm stützte und seine dunkeln Augen auf seinen Wirthheftete, — „aber Ihr habt mir ja zu wiederholten Malengesagt, Ihr habet kein Verbrechen begangen — warumdenn so ängstlich zittern vor einer Entdeckung?"
„Warum!" wiederholte Gawtrey mit einem leichtenZögern, das er aber augenblicklich überwand, „warum!habt Zhr denn nicht selbst erfahren, daß der Schein oftdie Folgen von wirklichen Verbrechen nach sich zieht? —wurdet Ihr nicht als ein Dieb gehetzt, als ich Euch vor