Druckschrift 
3 (1834)
Entstehung
Seite
97
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verändert erschien. Seine Gesundheit war gebrochenund sein träumerisches Wesen hatte sich zu Schwer-muth verdüstert."

Ich fragte ihn über die Ursache der Verändern»«,er antwortete mir aber nur mit grosem Wider-streben."

Sie ist todt,"" sprach er,mein Reich ist ver-waist! Eine Schlange stach sie, und sie starb indiesen Armen. Umsonst rief ich mir zn als ich mitGrauen und Verzweiflung von meinem Schlaf anf-fnhr:Das ist blos ein Traum. Ich werde sie Wieder-sehen. Ein Traumbild kann nicht sterben! Hat esFleisch das verwest? ist es nicht ein körperloser,unzerfallbarer Geist ?" Mit welcher entsezlichen Angstharrte ich der Nacht entgegen! Ich schlief wiederein und wieder lag das Traumbild vor mir todtund verwelkt. Selbst das Geistige kann unter-gehen. Ich wohnte dem Begräbniß bei; ich legtesie in die Erde; ich führte das Frazzenwesen einesDenkmals über ihren Leib auf. Seitdem hat sieoder etwas ihr Aehnliches meine Träume nie wiederbesucht. Nur wachend sei) ich sie; solches WachenHeist in der That Träumen! Aber,"" fuhr er mitfeierlicher Stimme fort:ich fühle daß ich in Kurzemvon dieser Welt scheide, und fühl cs mit angstvollerFreude, denn ich denke es möchte wol ein Landjenseits des Lands der Träume geben, wo ich siewiederfinde! ein Land wo selbst ein Traumgesichtneues Lebe» erhalten kann.""

Bulwcr'S Romane XX1l>

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