Druckschrift 
3 (1834)
Entstehung
Seite
67
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Eine kalte, eisige Furcht kam über die Mengeund selbst Seirvrs Wange ward blaß; und Morvenstand regunglos, mit gekreuzten Armen, boch unddunkel über den wogenden Fakeln. Und horch, nä-her und näher kamen die Kriegsroffe der Wellen, sie hörten sie ans Land steigen und ihre weißenMähnen im heulenden Sturm wehen.

Seht, während Ihr hinhörcht!" sprach Morvenruhig,fährt der Strom heraus; eilt, denn die Götterwollen ein Opfer, seis Euer König oder Euer Seher."

Sklave!" schrie Seiror und sein Speer flogans seiner Hand, und schoß zischend über den Häup-tern der Menge an der dunkeln Gestalt Moronisvorüber, und drang in den Stamm der Eiche hin-ter ihm. Da stieß das Volk, ergrimmt über dieGefahr seines geliebten Sehers, ein wildes Geschreians, und sammelte sich um ihn mit gezükten Schwer-tern, dem König und den Oberste» entgegen. Aberin diesem Angenblik, noch eh es zum Kampf gekom-men, kehrten die drei Krieger zurük und trugenDarvan auf ihren Schultern und legten ihn zu denFüßen des Königs und sprachen zitternd:So' ha-ben mir de» Weisen funden mitten in seinem eige-nen Hans." Und das Volk sah, daß Darvan eineLeiche und die Verkündung Moronis erfüllt war.So verderben die Feinde Moronis und der Sterne!"ries der Sohn Osla's.- Und das Volk wiederholteden Ruf. Da stieg die Wuth Seirors auf den höch-sten Grad, und sein Schwert üver dnn Haupt schwin-