Eine kalte, eisige Furcht kam über die Mengeund selbst Seirvrs Wange ward blaß; und Morvenstand regunglos, mit gekreuzten Armen, boch unddunkel über den wogenden Fakeln. Und horch, nä-her und näher kamen die Kriegsroffe der Wellen,— sie hörten sie ans Land steigen und ihre weißenMähnen im heulenden Sturm wehen.
„Seht, während Ihr hinhörcht!" sprach Morvenruhig, „fährt der Strom heraus; eilt, denn die Götterwollen ein Opfer, seis Euer König oder Euer Seher."
„Sklave!" schrie Seiror und sein Speer flogans seiner Hand, und schoß zischend über den Häup-tern der Menge an der dunkeln Gestalt Moronisvorüber, und drang in den Stamm der Eiche hin-ter ihm. Da stieß das Volk, ergrimmt über dieGefahr seines geliebten Sehers, ein wildes Geschreians, und sammelte sich um ihn mit gezükten Schwer-tern, dem König und den Oberste» entgegen. Aberin diesem Angenblik, noch eh es zum Kampf gekom-men, kehrten die drei Krieger zurük und trugenDarvan auf ihren Schultern und legten ihn zu denFüßen des Königs und sprachen zitternd: „So' ha-ben mir de» Weisen funden mitten in seinem eige-nen Hans." Und das Volk sah, daß Darvan eineLeiche und die Verkündung Moronis erfüllt war.„So verderben die Feinde Moronis und der Sterne!"ries der Sohn Osla's.- Und das Volk wiederholteden Ruf. Da stieg die Wuth Seirors auf den höch-sten Grad, und sein Schwert üver dnn Haupt schwin-