Druckschrift 
3 (1834)
Entstehung
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Denn Morven fing jezt an sich eine Machtheranszunehnien unter dem Volk, und zu sprechenwie Herrscher sprechen, selbst zu de» Söhne» desKönigs. Und seine Stimme brachte den ungestümenSeiror zum Schweigen und er wägete nicht zuantworten.

Sich," sprach Morven lind nahm einen far-bigen Federbusch hervor,trag diesen ans DeinemHaupt und laß Dein Antliz mnthig sein, denn dieMenge liebt ein unverzagtes Gemüth, und geh hin-ab mit Deinem Bruder zum Ort, wo der neueKönig erwält wird und überlaß das Andre denSternen. Aber vor Allem vergiß diesen Federbuschnicht; er ist gesegnet von de» Göttern der Nacht."

Der Königsohn nahm den Busch und kehrtenach Hans znrnk.

Es war Abend, und die Krieger und Oberstendes Volks waren versammelt an dem Ort, wo derneue König gewillt werden sollte. Und die Stim-men der Mehrheit begünstigten Voltoch, den Bru-der Seirors, denn er hatte zwölf Feinde mit seinemSpeer getödtet, und in jenen Tagen galt so Etwasfür eine grose Tugend an einem König.

Plözlich erhob sich ein Geschrei in den Straßenund das Volk rief:Plaz für Morven den Seher!"Denn das Volk hatte noch grösere Ehrfurcht vorOsla's Sohn als selbst vor den Obersten. Undseit er zu Ansehen gekommen, hatte Morven eineHoheit in seine Miene gelegt, die der Sohn der-

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