Druckschrift 
3 (1834)
Entstehung
Seite
26
Einzelbild herunterladen
 

28

Himmels,dein Wunsch führt Krieg mit der Babndes unsichtbaren Geschikes, das von fernem, bebenThron ans Alles beherrscht und ordnet; mit derQuelle, ans welcher die einzelnen Srrömc desSchiksals ewig durch daS Herz des Alis sprudeln.Denkst du deine Weisheit allein vermöge den Land-mann znm König zu erheben?"

Und der gekrönte Ster» sah unvcrwirrt in dasAntliz des Erzengels und antwortete:

Ja! gesteh mir nur Eine Probe zu!"

Eh der Engel erwiedern konnte, zerriß der in-nerste, fernste Mittelpunkt des Himmels wie durcheinen Bliz, der göttliche Herold bedekte sein Ge-sicht mit den Händen und eine leise, süße, im Bc-wnstscin ewiger Macht milde Stimme sprach zudem trauernden Stern:

»Die Zeit ist gekommen, wo du deines Wun-sches gewährt werden sollst. Unter dir, ans jenereinsamen Ebene, sizt ein Sterblicher, düster wiedu, der, unter deinem Einfluß geboren, nach dei-nem Willen geformt werden kann."

Die Stimme schwand wie die Stimme einesTraumes. Schweigen ruhte über dem See des un-endlichen Raums und der Erzengel, von Neuem indie Höhe getragen, entschwebte langsam nach dementlegener» Himmel, den göttlichen Wille» denSternen entfernterer Welten zu künden. Aber dieSeele deS nnmuthigen Sterns jubelte in sich und