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schwichtiger der Seelen. Träg sind die Geister undgemein die Schiksale der Menschen, d>e ich durchei» dumpfes Leben zu einem rühmlosen Grab zu-siihrcn habe. Und weshalb? ist cS mein Fehler,oder ist cs ein Fehler der nicht mir zugercchnetwerden kann, daß ich aus minder glanzvollen Erra-ten gewoben ward als meine Bruder? Eiche,wenn der Erzengel kommt will ich mein gekröntesHaupt seinen Befehlen nicht beugen. Ich will spre-chen wie in der Urzeit Lucifer sprach: er empörtesich wegen seines Glanzes, ich wegen meiner Dun-kelheit; er aus der Fülle seines Stolzes, ich ausUumuth daß ich nichts habe um stolz zu sein."
Dieweil der Stern also mit sich sprach, zerris-sen die ober» Himmel wie durch einen langen Licht-strom, und schnell und lautlos kam der Erzengelzum Besuch der Sterne den Strom herab. SeineRieseuglicder schwammen in dem Hellen Schimmerund seine ansgcbreitcten Schwingen, jede Federdie Glorie einer Sonne, trugen ihn geräuschlosdahin; aber dichte Wolken verhüllten seine Klar-heit vor den Angen der Sterblichen, und währendoben Alles in die Helle seiner Erscheinung gebadetwar, brachen unten Sturm und Schneegestöber' überdie Erdenkinder herein: „Er fuhr herab und Fin-
sterniß war unter seinen Füßen."
Und noch stiller ward die Stille auf dem Ant-liz der Sterne und die Furchtbarkeit sank ein zurFurcht. Gerad über ihren Stühlen hielt der Erz-