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durste diese weiche Hand berühren, — durfte daszarteste Geständnis; dieser Silberstimme hören, —durfte meine Küsse ans ihre würzigen Lippen drü-ken; — während jedoch mein Herz von Leidenschaftsprach, flüsterte meine Vernunft mir von Tod. Duweist daß ich für eine kalte, beinah verhärtete Na-tur gelte, daß ich nicht leicht znm Affekt anfzuregcnbin, aber gerade mein Stolz beugte mich hier zurSchwäche hinab. Mein Schuz ward so sanft er-fleht, meine Angst so unablässig in Anspruch ge-nommen! Du meist, meines Vaters jaches Tem-perament bflennt in mir, ich bin heis, streng undeigenwillig; aber ein einziges rasebes Wort, eineinziger Gedanke an mein Selbst wären hier unverzeih-lichgewesen. Eine so kurze Zeit mochte ihrer Glükse-ligkeit ans Erden noch eingeränmt sein: — konnteich einen einzigen Angenblik davon verbittern?Eben jenes Gefühl der Unsicherheit, das, hätte michblos Klugheit geleitet, meine Liebe gehemmt habenmüste, steigerte sie zn einer fast unnatürliche» Ueber-macht. Was Mütter, wie man sagt, für ihr ein-ziges Kind fühlen wenn cs krank ist, fühl ich fürGertrud. Ein Dasein für mich selbst Hab ich nicht;nur in ihr bin ich vorhanden!
Zn Hans nahm ihr Uebelbcfinden zn; manempfahl ihr zu reisen. Sie wälte die Gegend ans,und glüklichcrweis mar mir dieselbe; so bekant, daßich ihr den Weg.vielfach zn erheitern vermochte.Stets bin ich ans der Lauer, daß sie keine trübe