Druckschrift 
2 (1838)
Entstehung
Seite
53
Einzelbild herunterladen
 

53

Ich habe große» Glauben an Ihre edle Natur. Ichglaube, Sie vermögen zu spmpathisircn mit Allem,was das Beste ist an menschlicher Schwachheit, ichsage Ihnen, daß ich Sie liebe ich überlasse michIhrem Edclmnth. Ich bitte Sic, meinem eigene»Pflichtgefühl zu Hülfe zu kommen gut von mir zudenken, mich zu ehren nnd mich zu verlassen."

Während des Schlusses dieses seltsamen und of-fenen Geständnisses war Valeriens Stimme iiiians-sprcchlich rührend geworden; ihre Empfindung thciltcsich ihrem ganzen Benehmen mit; nnd als sic schwieg,bebte ihre Lippe, ihre Thronen, mit gewaltsamer An-strengung znrückgedrängt, zitterten in ihrem Auge -ihre Hände waren in einander gefaltet ihre Hal-tung war die der Dcmnth, nicht des Stolzes.

Maltravers stand da, ganz wie von einem Zaubergebannt. Endlich trat er vor, ließ sich ans ein Knienieder, küßte ihre Hand mit der Miene nnd Gcbcrdcehrerbietiger Hnlvigung nnd wandte sich, um schwei-gend das Zimmer zu verlassen, denn er traute sich'Snicht zu, sprechen zu können.

Valerie sah ihn an mit Langer Unruhe.Oncin!nein!" rief sic ans;verlassen Sic mich noch nicht,dicß ist unser letztes Zusammcnscvu nnscr letztes.Sagen Sic mir wenigstens, daß Sie mich verstehendaß Sie sehen, ich sev, wie keine schwachhcrzigc Thö-rin, so auch keine herzlose Kokette; sagen Sic mir,daß Sic cinschcn, ich scy nicht so hartherzig als ichscheine daß ich nicht wissentlich mit Ihrem Glück