Druckschrift 
2 (1838)
Entstehung
Seite
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dem freundlichen Meer davor, das in den Armen dergekrümmten Küste schlummerte, blieb Maltravcrs,welcher bisher schweigend der Redseligkeit seines Be-gleiters sein Ohr geliehen, plötzlich stehen.Seht nurdicß Meer, Fcrrcrs. .. Welches Schauspiel!., welcheköstliche Luft! Wie sanft ist dicß Mondlicht! Könnt'Ihr Euch nicht vorstcllen, daß die alten griechischenAbenteurer, als sic zuerst die göttliche Parthcnopc ko-lonisirten, das Schooßkind des Meeres! daß sieihr Auge an diesen Wellen weideten und nicht mehrsich sehnten nach Griechenland?"

Ich kann mir gar nichts dergleichen vorstcllen,"versetzte Fcrrcrs...und glaubt mir nur, die besagtenHerren lagen um diese Stunde der Nacht, wofern sienicht ans einem Piratcuzugc aus waren denn cswaren verdammte Schelme, diese alten griechischenKolonisten! gewiß fest schlafend in ihren Betten."

Habt Ihr je Gedichte gemacht, Fcrrcrs?"

Ei gewiß, alle gescheuten Leute haben einmalin ihrem Leben Gedichte gemacht, Kindcrblattcrn undPoesie das sind unsere zwei Krankheiten."

Und habt Ihr je Poesie empfunden?"

Empfunden?"

Ja; wenn Ihr de» Mond in Euren Versenbrachtet, habt Ihr dann zuvor auch gefühlt, daß erEuch in's Herz schien?"

Mein lieber Maltravcrs, wenn ich den Mond inmeinen Versen brachte, so geschah cs aller Wahrschein-lichkeit nach, nm auf thront zu reimen.Die Nacht