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»Ich fragte, ohne befriedigende Antwort in fol-genden Worten des Erasmus zu erhalten: roriu,negotii osgut sc tontem ignorsnl, «liviii-iot, sc cleli-rsnt omves. So entschloß ich mich denn selbst znforschen und zu entscheiden. Moralisten und Philo-sophen unterwarf ich meiner Prüfung; ich sah, daßsie allenthalben mit einander stritten, aber ich sahauch, daß sic unter dem Streit tugendhaft wurden;sie sagten manches Ungereimte über den Ursprungdes Guten, aber noch viel mehr Erhabenes zn seinemLob, und nie stand ich von einem verständigen Werküber sittliche Wahrheiten auf, ohne, seine cigcnthüm-lichcn Ansichten mochten sein welche sie wollten, meinHerz erleuchtet, meinen Geist veredelt zu fühlen.Der Bekenner der einen Sekte hieß mich den Ver-künder der andern als einen Verbreiter moralischenGiftes meiden, und Dieser zahlte Jenen mit gleicherMünze; aber ich mied Keinen; ich las Beide undverwandelte Beide in „Honig und Gold." Jedewissenschaftliche Untersuchung, so oberflächlich sic auchsei, verdient Beachtung. Die Streifereien der müs-sigstcn Fantasie leiten oft zu den nützlichsten Entde-ckungen der Wahrheit und dienen so als Führungfür spätere und langsamere Schüler der Weisheit,wie das Anpickcn der Vögel dem kühnen Schifferin einem unbekannten Land die besten und gesündestenFrüchte andeutct."
„Von den Büchern der Menschen ging ich zurBetrachtung ihres Lebens über, und fand (ich weiß