Stolzes, brütete über Büchern, die von der Werth-losigkcit des Menschen handelten und gab meinerpersönlichen Unzufriedenheit Raum, indem ich in denSchwachen meines Geschlechtes grübelte."
„Meine Leidenschaften waren stark: — mansagte mir, ich sollte sic unterdrücken. Die Vorschriftwar alt und schien weise -- ich versuchte, sie mireiuzuzwängcn. Schon in früher Kindheit hatte ichdie Ucbung begonnen; durste sie dcßhalb setzt bloßerneuen. Glücklicherweise ward ich von diesem Unter,nehmen abgclcnkt, sonst würde mein Gcmüth mitseinen Leidenschaften auch seine Kräfte nicdcrgckämpfthaben. Später lernte ich, daß man die Leidenschaftennie unterdrücken, sondern leiten soll; sobald sic untergehöriger Leitung stehen, dürften sie eher zu kräfti-gen als zu unterjochen sein."
„Hören Sic nun, wie ein Wort Einfluß ausdas ganze Leben haben kann. Ein Mann, dessenAnsichten ich schätzte, machte die zufällige, oberfläch-liche Bemerkung, meine Natur gehöre zu denjeni-gen, von welchen man weder Gutes noch Böses mitZuversicht vorauszusagcn vermöge; ich könne cs inBcidcm zum höchsten Grad bringen. Diese Behaup-tung weckte meine Gedanken aus: konnte ich wirklichAlles werden, was gut oder andererseits was schlimmist? Wenn ich die Wahl hatte, konnte ich im Wählenzaudern? Aber was war denn gut, was war schlimm?Das schien die schwierigste Untersuchung.