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Masken ausgezicrt, bewahrte noch den gothtschcn Cha-rakter der Zeit, in welcher dieser Nanm einem religiö-sen Zweck diente. Zwei Fencrstcllen, mit hohen eiche-nen Kaminstnckcn, welchen zwei Bilder cingcfiigt waren,unterbrachen die Einförmigkeit der hohen Bücherschränke.Ans einer dieser Fcucrstellcn lagen halb verbrannteScheiter; nnd ein ungeheurer Armstnhl, mit einemkleinen Lesepult daneben, schien anznzcigcn, daß dasZimmer noch neuerlich benutzt worden. Ans dervierten, dem Fenster entgegengesetzten Seite, war dieWand mit verblichenen Tapeten bekleidet, welchedie Zusammenkunft Salomo'S und der Königin vonSaba darstelltcn; diese Tapeten waren über Thurc»zu beiden Seiten angcnagelt; die Lücken zwischen derThurc und der Wand schnitten ans der einen SeiteSeine weise Majestät, die einen tiefen Bückling machte,in der Mitte ab, »nd nahmen ans der andern derstattlichen Königin den Boden unter den Füßen weg,wie sic eben ans ihrem Wagen anssticg.
Neben dem Fenster stand ein großer Flügel, daseinzige moderne Stück in dem Zimmer, mit Ausnahmedes eine» Porträts, das wir sofort beschreiben werden.Dieß Alles betrachtete Evclinc still und andächtig; sichatte von Natur jene Ehrfurcht vor dem Genius,welche der enthusiastischen Jugend eigen zu scyn Pflegt;und selbst für die Stumpfsten liegt ein gewisses In-teresse in dem heimischen Aufenthaltsort derjenigen, dieder Seele neue Gedanken und Ideen cingeprägt haben.Hier aber fand ihrem Gefühle nach eine seltene Uebcr-