83
lichkeit, irgend einen Einfluß auf Ihre Entscheidungauszniiben; und wie können Sie, mein Kind, hier,unerfahren, und so lange Sic so wenig andere Män-ner gesehen haben, Ihr eignes Herz kennen lernen?"
„Aber oh! Mr. Aubrcp," sagte Evcline mit einemErnst, der ihre Verwirrung überwand, „bleibt mirdenn noch eine Wahl? Kann ich undankbar — unge-horsam scpn gegen Den, der mir ein Vater war?Muß ich nicht mein eignes Glück opfern — und o wiegerne thätc ich dieß, wenn nur meine Mutter mich bei-fällig «»lächelte!"
„Mein Kind," sagte der Pfarrer ernst, „ein alterMann ist ein schlechter Richter in den Angelegenheitender Jugend; aber in diesem Falle scheint mir IhrePflicht klar vorgczcichnct. Setzen Sie Sich nicht hart-näckig Lord Vargrave's Bewerbung entgegen — bere-den Sie nicht Sich selbst, daß Sie durch eine Verbin-dung mit ihm unglücklich werden muffen. Fassen SieSich — denken Sic ernsthaft über die Ihnen bevorste-hende Wahl nach — lehnen Sie jede Entscheidung imjetzigen Augenblick ab — warten Sic, bis die anbe-raumte Zeit da ist, oder wenigstens bis sic näherkommt. Inzwischen wird, wie ich höre, Lord Bargravehäufig zu Mcrton's auf Besuch kommen; da werdenSic ihn unter Andern sehen — sein Charakter wirdsich deutlicher zeigen — erforschen Sic seine Grundsätze— seine Gcmüthsart — prüfen Sic, ob er ein Man»ist, den Sie achten und glücklich machen können! —cS kann eine Liebe geben auch ohne Enthusiasmus und