Druckschrift 
1 (1838)
Entstehung
Seite
28
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Evcline," sagte der Pfarrer kalt,Sic liebenIhre Mutter und mit Recht. Ein gütigeres und wohl-wollenderes Her; als das ihrige schlägt in keines Men-schen Brust. Der höchste Wunsch ihres Lebens ist IhrGliick und Ihre Wohlfahrt. Sic verlangen Vertrauen;aber warum vertrauen Sic nicht ihr? warum glaubenSie nicht, daß sie von den reinsten und liebevollstenBeweggründen geleitet wird? warum stellen Sicnicht ihrer Klugheit anheim, Ihnen einen geheimenKummer, der an ihr nagt, falls sic einen solchen wirk-lich hat, zu offenbare»? warum diesen Kummer nochvermehren durch selbstsüchtige Nachgiebigkeit gegen Ihreeigene allzugroße Empfindlichkeit? Meine liebe Schü-lerin, Sie sind beinahe noch Kind; und diejenigen,welche unter Kummer und Grain gelitten haben, dürfenwohl abgeneigt sepn, durch vertraute Mitthciluugcnschmerzlicher Art solche zu betrüben, denen der Kummernoch etwas Fremdes ist. So viel darf ich Ihnen we-nigstens sagen, denn dicß sucht Ihre Mutter selbst nichtzu verheimlichen, daß Lady Vargravc frühe schon Prü-fungen durchziiinacheu hatte, welche Ihnen, der Glück-licheren, erspart sind. Sic spricht nicht mit Ihnen vonVerwandten, denn sie hat auf Erden keine mehr. Undnach ihrer Vermählung mit Ihrem Wohlthätcr, Eve-line, mochte ihr vielleicht passend scheinen, sich's zumGrundsatz zu machen, alle vergebliche Sehnsucht, alleErinnerung wo möglich an ein früheres Band von sichfern zu halten."

Meine arme, arme Mutter! Ach ja! Sie haben