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der Stirne. Die Pritsche, auf der er lag — denndas war c6 mehr als ein Bett — stand dein Fenstergegenüber und das winterliche Mondlicht strömte blaßund gespenstisch in das unfreundliche Zimmer. Aberzwischen ihm und dem Licht schien eine Gestalt zu stehen— ein Schatten — derjenige, in welchen sich das Bildin seinem Traum verwandelt hatte — derjenige, derihn angcrcdct und Schauer in seine Seele gegossenhatte. Er sprang auf — „Meine Mutter! selbst imGrab noch kannst Du Deinen unglücklichen Sohn seg-nen? Oh, verlaß mich nicht — sage daß Du —" dasGebilde verschwand und Maltravers sank bewußtloszurück.
Lange strebte Maltravers, als er beim gesundenLicht des Tages seinen merkwürdigen Traum überlegte,umsonst sich selbst zu überzeugen, daß die Träumekeiner Gchülfcu vom Himmel oder von der Hölle be-dürfen, um die schwankenden Trugbilder auf die Bah-nen des Schlummers zu bringen; daß die Wirkung desTraumes selbst auf seine erschütterten Nerven, seineaufgeregte Phantasie, die wahre und einzige Bcschwö-rcrin des Gcspcnsts war, das er wach zu sehen ge-glaubt. Lauge dauerte cs, bis seine Urteilskraft denSieg davontrug und die Vernunft der Herrschaft einerverstörten Einbildungskraft ein Ende machte; und selbstals er sich am Ende mit Widerstreben überzeugt hatte,lastete noch immer der Traum auf ihm, und er konnteihn nicht von seiner Brüst abschüttcln. Er sah sehn-süchtig ängstlich der nächsten Nacht entgegen; sie kam,