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Traum. Er glaubte allein zu scyn in der alten Bib-liothek in Burleigh und das Bild seiner Mutter zu be-trachten; wie er es so anschautc, war ihm als ob einkalter, furchtbarer Schauer ihn erfaßte — als ob erumsonst sein Auge von der Leinwand wegzuwcudcnstrebte — sein Blick wurde durch einen unwidersteh-lichen Zauber scstgchaltcn. Dann war ihm als ob dasBild allmälig sich verwandelte; — die Züge bliebendieselben, aber die blühende Farbe verschwand in eingeisterhaftes Weiß; — die Farben der Kleider erblaß-ten, sic wurden weiter und wallender, aber schwerund starr, wie in Stein gehauen — ein Grabgcwand.Auf dem Antlitz aber war ein sanftes und melancholi-sches Lächeln, welches seinem fahlen Aussehen dennatürlichen schauderhaften Ausdruck benahm, die Lippenbewegten sich und cs schien wie ohne Ton — die er-löste Seele redete zu der, welche der Erde noch an-gehörtc.
„Kehre zurück," sagte sie, „in Dein Hcimathlandund zu Deinem heimischen Herde. Gib nicht preis dieletzte Reliquie von ihr, die Dich unter dem Herzentrug und noch über Dir wacht, an fremde Hände.Dein guter Engel wird Dir entgegen treten an DeinemHerde!"
Die Stimme schwieg. Mit heftiger Anstrengungzerbrach Maltravers den Zauber, der ihm verwehrthatte, einen Ton von sich zu geben. Er rief laut, undder Traum verschwand; er war hell wach — sein Haarstand ihm zu Berge — der kalte Schweiß saß ihm auf