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Gedanken wie diese, verworren, gestaltlos, aberstark genug, um ihn bis zum Staub niederznbcngcn,zogen in Menge durch die Seele des unglücklichenMannes. Er war vertrant gewesen mit dem Schmerz,stumpf gegen die Freude, trübe und bittere Erinnerun-gen hatten seine Manncsjahre verzehrt; aber der Stolzwar ihm noch geblieben! und er hatte in seinem ge-heimsten Herzen zu sich sagen dürfen: „Ich kan» demSchicksal Trotz bieten!" Jetzt war der Donnerkeil ge-fallen — der Stolz war zu Trümmern geschmettert —Sclbstvcrachtung war seine Begleiterin — die Schaamlastete auf seiner niedcrgeworfcncn Seele. Die Zu-kunft hatte für ihn keine Hoffnung mehr vorräthig.Nichts blieb ihm mehr als der Tod!
Lord Vargravc betrachtete ihn mit wirklichen! Leid,mit aufrichtige»! Mitleid; denn seine Natur, wennschon tückisch, heuchlerisch, treulos, war doch nur insoweit grausam, als die Grausamkeit zur unnachgiebi-gen Verfolgung seiner Plane erforderlich war. KeinErbarmen konnte ihn von einem Vorsatz znrückhaltcn;aber er war doch so weit Mensch, daß er dennochMitleid, selbst mit seinem eigenen Opfer, empfand.Endlich erhob Maltravcrs das Haupt und schütteltesanft die Hand gegen Lord Vargravc.
„Alles ist jetzt aufgeklärt," sagte er mit schwacherStimme; „unsere Unterredung ist zu Ende. Ich mußallein scpn; ich muß noch meine Vernunft sammeln,ich muß ruhig und besonnen mit mir selbst Zwicsprachhalten; — ich muß ihr schreiben - muß erfinden —