Druckschrift 
5 (1838)
Entstehung
Seite
55
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sey weich gewesen, selbst bis zur Nachgiebigkeit; ihreEmpfindlichkeit machte fie zurückbeben vor dem Gedan-kcn, einem Andern wehe zu thun; und so grenzenlosverehrte fie Maltravcrs so dankbar fühlte sie sichfür eine Liebe, die nicht anders als ihrem Stolzschmeicheln und sie in ihrer Selbstachtung heben konnte

daß cs ihr als eine Unmöglichkeit erschien, seineBewerbung znrückzuwciscn.So liebe ich ihn also so,wie ich lieben zu können träumte?" fragte sie sichselbst; »nd ihr Herz gab keine ganz klare Antwort.Ja! cs muß so sepn; in seiner Gegenwart fühle icheinen ruhigen nnd beredten Zauber; sein Lob machtmich glücklich; seine Achtung ist mein höchster Ehrgeiz;

und doch und doch-" sic seufzte und dachte

an Lcgard.Aber er liebte mich nicht!" und sic kehrtesich beunruhigt von diesem Bilde weg; er denkt nuran die Welt an Zerstreuungen Maltravers hatRecht die verwöhnten Kinder der Gesellschaft kön-nen nicht lieben warum soll ich an ihn denken?"Und doch dachte sie an ihn, un- der Gedanke trübteihr Auge und drückte auf ihren Geist.

Es waren keine andere Gäste ans der Villa alsMaltravcrs, Eveline, »nd Lord und Lady Doltimorc.Eveline ward sehr eingenommen von der anmrllhigcnLebhaftigkeit Theresa's, obgleich diese Lebhaftigkeitnicht mehr das war, was sie vor dem Unglück ihresBruders gewesen; ihre Kinder, zum Thcil schon hcr-angcwachscn, bildeten eine liebenswürdige nnd vcr-

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