Druckschrift 
5 (1838)
Entstehung
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Ende des Nachmittags (wo gerade in den kurzen Ta-gen das Dunkel anfangt, die kalte und nach Westenfinkende Sonne zu überschlcichcn), als ein Mitgefange-ner ihn anrcdcte, der früher oft seine Bekanntschaftzu machen gesucht hatte; denn sic bemühen sich umFreunde-diese armen Leute! Auch wir thun dasselbe obgleich wir sagen, wir scycn nicht verrückt!Dieser Mann war Soldat gewesen, hatte unter Napo-leon gedient hatte Ehrenzeichen und Bänder erhal-ten hatte vielleicht sogar davon geträumt Marschallzu werden! Aber der Dämon packte ihn in der Stundeseines Stolzes. Seine Krankheit bestand darin, daßer sich für einen Monarchen hielt. Er meinte denner vergaß alle Zeitrechnung er scp zugleich dieeiserne Maske und der rechtmäßige Herrscher von Frank-reich und Navarra, in einem StaatSgefängniß gehaltenvon den Usurpatoren seiner Krone. In andern Punk-ten war er im Allgemeinen vernünftig; ein großer,starker Manu mit trotzigen Gcsichtszügcn und scharfen,finstern Linien, worin manche blutige Geschichte vonGcwaltthat und Unrecht zu lesen war von gesetz-losen Leidenschaften oder fürchterlichen Ausschweifungen,deren Vollendung und Fluch zugleich der Wahnsinnscpn mochte. Dieser Mensch hatte eine Neigung zuCäsarini gefaßt; und in manchen Stunden hatte-serini ihn weniger als Andere gemieden; denn sic konn-ten gleicherweise schmähen auf alle lebendige Wesen.Der Verrückte näherte sich Cäsarini mit der Mieneder herablassenden Würde