Druckschrift 
5 (1838)
Entstehung
Seite
37
Einzelbild herunterladen
 

37

einer Höhe gelegen, beherrschen die Fenster des Hauses-über die finsternMancr» hinaus, welche den Gartcn-plaß cinfasscn eine jener bezaubernden Aussichten,durch welche Frankreich den Beinamen: das schönesich verdient. Da-fleht man die prächtige Seine inder Ferne, breit und durch die wechselnden Ebenensich hinwindcnd, an glänzenden Dörfern und Villenvorbei. Da sicht man unter dem klaren, blauen, fran-zösischen Himmel die Waldstrcckcn von Versailles undSt. Gcrmain in dnnkclnder Fülle weit und breit sichausdchucn. Da sicht man, schlafend am Saume derLandschaft, die gewaltige Stadt, gekrönt mit den tau-send Thurmspitzcn, unter welchen sich stolz über dieandern das Nest von Napoleons Adler, die Zinne vonNotrc Dame erhebt.

Entfernt, abgelegen beherrscht das Gebäudedoch den Ucbcrblick über die stürmische Welt drunten.Und der Wahnsinn schaut hin über Aussichten, welchewohl das nachdenkliche Auge der Phantasie oder derWeisheit bezaubern könnte»! In einem der Gemächerdieses Hauses saß Castruccio Cäsarini. Das Gemachwar sogar mit Eleganz eingerichtet; viele Bücherbedeckten die Tische nichts was zur Behaglichkeitoder zum Trost dienen konnte, nichts was die Sorg-falt und Umsicht der Zärtlichkeit cingcbcn konnte, wardvermißt. Cäsarini war allein; die Wange in dieHand gelehnt starrte er hinaus auf die schöne undruhige Aussicht, die wir geschildert.Und soll ich nieBnlwer's Romane. IliXXlk. 4