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— und ihren frommen und fröhlichen Neigungen —fand Maltravers eine Erfrischung in der Wüste, wieder an der Quelle rastende Kameeltreibcr. Unvermerkterwärmte sich sein Herz wieder gegen seine Gattung.Und was die Harfe Davids dem Ohre Sauls, daswar die sanfte Stimme, welche die Erinnerung cin-lulltc und die Hoffnung wieder erweckte, für den ein-samen Mann.
Und was war nun die Wirkung, welche die An-wesenheit, die Aufmerksamkeit von Maltravers aufEveline hervorbrachtc? Vielleicht war sie von der Art,welche Einem am meisten schmeichelt und zugleich ammeisten täuscht. Sie dachte nie entfernt daran, ihnmit Andern zu vergleichen. In ihren Gedanken stander allein und hoch über seinem ganzen Geschlecht. Esmag Paradox scheinen, war aber doch vielleicht so,daß sic ihn zu sehr bewunderte und verehrte, um ihnlieben zu können. Doch war ihr Wohlgefallen an sei-ner Gesellschaft so augenscheinlich und unzweideutig,ihre Achtung vor seinen Ansichten so deutlich hcrvor-tretend — sie stimmte in so Vielem mit ihm zusam-men — sie hatte so viel Blindheit oder Nachsicht gegenseine Fehler (und er suchte sie nie zu verstecken), daßder zweifelhafte Mann aus so vielen Symptomen dieallergünstigsten Hoffnungen hatte schöpfen müssen. SeitLegards Abreise verloren die geräuschvollen Ergötzlich-keitcn von Paris ihren Zauber für Eveline, und mehrals je konnte sie die Gesellschaft ihres Freundes wür-digen. So verlor er allmälig seine frühere Bcsorgniß,