Druckschrift 
5 (1838)
Entstehung
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sammelt, bei welchen sie eine vorzüglich Begünstigteist wenn wir zusammen sprechen wenn ich nebenihr sitze und ihre sanften Augen den mcimgcn begeg-nen da fühle ich die Ungleichheit der Jahre nicht;mein Herz spricht zu ihr und das ist noch jugend-lich! Aber in den bunteren und fröhlicheren Kreisen,in welche ihre Anwesenheit mich lockt, wenn ich dadiese feenhafte Gestalt umringt sehe von Solchen,welche die sie so natürlich fesselnden und blendendenZerstreuungen noch nicht überlebt haben dann fühleich wohl, daß mein Geschmack meine Neigungenmeine Lebcnsgcwohnheitcn einem andern Lebensalterangchörcn und befrage mich selbst ängstlich, ob meinWesen, meine Jahre geeignet fepcn, sie glücklich znmachen? Dann erkenne ich wohl den gewaltigen Ab-stand, welchen Zeit und Lebenserfahrungen herbcisüh-rcn zwischen einem Mann, den die Welt ermüdet hat^ und einem Mädchen, dem sic noch neu ist. Wenn siespater fände, daß die Jugend nur die Jugend liebensollte, dann wäre noch meine bitterste Qual dieder Reue! Ich weiß wie innig ich liebe, weil ich weiß,wie unermeßlich viel theurcr mir ihr Glück ist als dasmcinigc! So will ich denn noch eine Weile znwartcn ich will Alles prüfen ich will mich recht in Achtnehmen, damit ich mich nicht selbst tausche. Bis jetztglaube ich nicht, daß ich Nebenbuhler habe, die zufürchten wären; so sehr sie von den jüngsten und glän-zendsten Männern umgeben ist, wendet sic sich dochimmer mit augenscheinlichem Wohlgefallen zu mir, den