Druckschrift 
5 (1838)
Entstehung
Seite
12
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endlich soll ich jetzt erfahren, welche Segnungen es imLeben gibt!

Evelinc besitzt die Einfalt die ZärtlichkeitAlicens, neben der Feinheit nnd Bildung Florencens;

nicht den Genius nicht den hochfligenden Geist

nicht den beinahe furchtbaren Glanz dieses unglück-lichen Wesens aber einen ebenso wahren Geschmackfür das Schöne eine ebenso empfindliche Seele fürdas Erhabene! In Evclincns Gegenwart habe ichein Gefühl von Frieden von Sicherheit vonHäuslichkeit! Glücklich! - dreimal glücklich! der,der sie an seine Brust drücken darf! Neuerlich hat siein meinen Augen einen neuen Reiz bekommen einegewisse Nachdenklichkeit und Zerstreutheit ist an dieStelle ihrer sonstigen Fröhlichkeit getreten. Ach! dieLiebe ist nachdenklich, ist cs nicht so, Clevcland?Wie oft lege ich mir diese Frage vor! Und doch, mittenin allen meinen Hoffnungen, habe ich Stunden, woich niedergeschlagen bin und zittere! Wie kann dieserunschuldige und heitere Geist spmpathisircn mit Allem,was der mcinigc erduldet und erfahren hat? Wie kannich wäre selbst ihre Phantasie von einem gewissenZauber, der sich an meinen Namen heftet, geblendet

wie kann ich glauben, daß ich in ihrem Herzen jenetiefe nnd wahre Liebe erweckt habe, deren es fähig istund welche die Jugend in der Jugend entzündet?Wenn wir uns bei ihr zu Hause treffe», oder in derruhigen aber glänzenden Gesellschaft, welche sich umFrau von St. Vcntadonr oder bei de Montaigne's ver-