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Dir annehmen." lind sie legte ihre Hand auf ein kleines,antikes Amulet, das er auf der Brust trug.
„Du weißt, wie oft dieses mich eifersüchtig gemachthat auf die Vergangenheit; gewiß eine Liebesgabe, Za-noni? Aber nein, Du hast die Gebcrin nicht so geliebt,wie Du mich liebst! Soll ich Dein Amulet stehlen?"
„Kind!" sagte Zanoni zärtlich; „sie, die dieß ummeinen Hals band, hielt es in der That für einen Talis-. man, denn sie war abergläubisch, wie Du, aber für michist es mehr als der höchste Zauber, — es ist eine Reliquieeiner süßen entschwundenen Zeit, wo kein Herz, das michliebte, mir mißtrauen konnte."
Er sagte diese Worte in einem solchen Tone mclan-> cholischcn Vorwurfs, daß er Viola ins Herz schnitt; aber! der Ton nahm dann eine Feierlichkeit an, welche die Auf-I Wallung ihrer Gefühle erkältend zurücktrieb, als er fort-fnhr: „Und dieß, Viola, werde ich vielleicht eines Tagesvon meiner Brust auf die Deinige übertragen; sobald Dumich besser verstehen wirst — sobald die Gesetze un-seres DaseynS dieselben seyn werden!"
Er brach leise auf. Sie kehrten langsam nach Hausezurück; aber noch war das Herz Viola'S voll Angst, ob-wohl sie sie abzuschütteln suchte. Sie war Italienerin undKatholikin — mit all den abergläubischen Meinungen desLandes und der Confessio». Sie schlich sich in ihr Ge-mach und betete vor einer kleinen Reliquie des SanGennaro, welche ihr der Priester ihres Hauses als KindBulwcr'S Romane. XOVIII. 9