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sie gemein mit der Leidenschaft, die von der Erde ist, undder Hoffnung, die geradezu nach dem Himmel geht?"
„Aber gibt es denn keine Vermittlung — kein Bin;deglied — worin unsere Seelen, wie unsere Herzen, ver-einigt seyn können, so daß die meinige Einfluß hätte aufdie ihrige?"
„Frage mich nicht — du wirst mich nicht verstehen!"
„Ich beschwöre dich! Rede!"
„Wenn zwei Seelen getrennt sind, weißt du nicht,daß eine dritte, in welcher Beide sich begegnen und leben,das Bindeglied zwischen ihnen ist?"
„3ch verstehe dich, Adon-Ai," sagte Zanoni miteinem Strahl von mehr menschlicher Freude in seinemAntlitz , als man je zuvor darauf gesehen; „und wennmein Schicksal, das hierin meinem Auge dunkel ist, mirdas glückliche Loos der Niedrigen gewährt — wenn ichje ein Kind an meine Brust drücken und mein nennendarf! —
„Und darum hast du gestrebt, Mehr als Mensch zuseyn, um am Ende nur Mensch zu seyn?"
„Nur ein Kind! eine zweite Viola!" murmelte Za-noni, kaum auf den Sohn des Lichtes achtend; „einejunge Seele frisch vom Himmel, die ich aufziehen kannvom ersten Augenblick an, wo sie die Erde berührt —deren Schwingen ich üben kann, den meinigen zu folgendurch die Herrlichkeit der Schöpfung, und durch welchedie Mutter selbst über das Reich des Todes empor geführtwerden kann!"