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Schatten phantastischer Felsen hervor eine leichte und rie-senhafte Säule/ glänzend und den Ort wechselnd. Sieglich dem glänzenden aber nebligen Schaum und Gischt,den ein Springbrunnen, von ferne gesehen, in einersternhellen Nacht emporzusprudeln scheint. Der Glanzbeleuchtete die Stalaktiten, die Felsen, die Bogen derHöhe, und goß ein blasses, zitterndes Licht über Zano-ni'S Züge.
„Sohn des ewigen Lichtes," sagte der Beschwörer,„Du, zu deffechErkeuntniß ich, Stufe um Stufe, Ge-schlecht um Geschlecht, endlich auf den weiten EbenenChaldäa's gelangte — Du, von dem ich so Viel über-kommen von der unaussprechlichen Weisheit, welche zuerschöpfe» doch die Ewigkeit nicht hinrcichte — Du, dermit mir gleich gestimmt, so weit die Verschiedenheit unse-res Wesens gestattet, Jahrhunderte lang mein Freundund Vertrauter gewesen, — antworte und rathe mir!"
Aus der Säule trat jetzt eine Gestalt von unsägli-cher Herrlichkeit hervor. Ihr Angesicht war das einesMannes in der besten Jugendkraft, aber feierlich ernst,wie vom Bewußtseyn der Ewigkeit und dem inner» Frie-den der Weisheit: Licht floß, wie Sternenstrahlen, durchseine durchsichtigen Adern; aus Licht bestanden die Gliederselbst, und Licht schlängelte sich in unaufhörlichem Glanzedurch die Wellen seiner blendenden Haare. Mit über derBrust gefalteten Armen stand er wenige Schritte von Za-noni entfernt, und seine Stimme flüsterte leise: „Einstwaren Dir meine Räthe süß; nnd einst vermochte Nacht