Druckschrift 
4 (1842)
Entstehung
Seite
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mälig nn die verzückende Flüssigkeit gewöhnt haben, hießenicht Leben, sondern den Tod sich holen."

Weiter konnte er in den Anweisungen nicht vorwärtsdringen; die Chiffern änderten sich wieder. Er sah sichjetzt ernst und aufmerksam in dem Zimmer um. Der Mond-schein strömte friedlich durch das Gitterfenster, als jetztseine Hand es öffnete, und wie er aus dem Boden ruhteund die Wände beschien, war cs, als wäre eine geister-hafte, fchwermlithige Macht anwesend. Er stellte die my-stischen Lampen, neun an der Zahl, um den Mittelpunktdes Zimmers her auf, und zündete sie der Reihe nach an.Eine silberne und blaugesärbte Flamme quoll aus allenhervor und erleuchtete das Gemach mit einem ruhigenund doch höchst blendenden Glanze; sofort aber wurdedieß Licht sanfter und dämmernder, da eine dünne graueWolke, wie ein Nebel, allmälig über das Zimmer sichausbreitete; und ein eisiger Schauer schoß durch das Herzdes Engländers und es überlief ihn rasch wie der Frostdes Todes. Jnstinktmäßig der Gefahr bewußt, in der erschwebte, schwankte er, obwohl mit Mühe, denn seineGlieder waren wie starr und steinern, zu dem Gestell, wodie krystallene» Gefäffe standen; hastig athmete er denGeist ein, und wusch sich die Schläfe mit der funkelndenFlüssigkeit. Dasselbe Gefühl von Kraft, Jugend, Freudeund ätherischer Leichtigkeit, das er am Morgen empfun-den hatte, trat auch jetzt augenblicklich an die Stelle dertödtlichen Betäubung und Erstarrung, welche so eben indie Burg des Lebens hatte eindringen wollen. Er stand.