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„Und ich Dich!" sagte das Mädchen mit einer Offen-heit, die unschuldig schien, indem sie ihn ihre Hand fassenund drücken ließ.
„Aber," fuhr sie fort, „Du wirst uns bald verlassen;und ich" — sie stockte und die Thränen traten ihr insAuge.
ES war etwas Gefährliches in all diesem, man mußes gestehen. Allerdings besaß Fillide nicht die seraphischeHoldseligkeit Viola'S, aber wohl eine Schönheit, welchemindestens ebenso sehr die Sinne rührte. Vielleicht hatteGlpndon Viola nie wirklich geliebt; vielleicht waren dieGefühle, die sie ihm eingeflüßt, nicht von jener glühendenArt, welche den Namen Liebe verdient. Wie dem sey, erglaubte, als er in diese dunkeln Augen sah, nie zuvor ge-liebt zu haben.
„Und könntest Du Deine Berge nicht verlassen?"flüsterte er, indem er noch näher trat.
„Fragst Du mich?" sagte sie zurücktretend und ihmfest ins Gesicht schauend. „Weißt Du, was die Töchterder Berge sind? Ihr muntern, glatten Cavaliere derStädte meint selten das, was Eure Zunge spricht. BeiEuch ist die Liebe eine Unterhaltung und Kurzweil; beiuns — Leben. Diese Berge verlassen! Ha! meine Naturwürde ich nicht aufgeben!"
„Behalte immerhin Deine Natur — sie ist hold undsanft."
„Ja; sanft, so lange Du treu bist; wild, wenn Dutreulos wirst. Soll ich Dir sagen, was ich bin, was die