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freundlich durch seine Fenstergitter lachend, zerstreute alldie abergläubischen Befürchtungen, welche der Nacht an-gehören. Das mystische Gemach stellte sich seiner Einbil-dungskraft so dar, als unterscheide es sich in Nichts vonjedem andern Zimmer des Schlosses. Welche schnöde undboshafte Erscheinung konnte ihm schaden im Licht diesersegensreichen Sonne? Es war der eigenthümliche, undim Ganzen höchst unglückliche Widerspruch in GlyndonSWesen, daß, während seine Denkweise ihn zum Zweifelgeneigt machte — und der Zweifel machte ihn im mora-lischen Handel nnentschlvffen und unstet — er seiner phy-sischen Natur nach muthig war bis zur Verwegenheit.Und dieß ist nicht ungewöhnlich; SkepticiSmuS und an-maßende Keckheit sind oft Zwillinge. Wenn ein Menschvon diesem Charakter sich zu einer That entschließt, soschreckt ihn persönliche Furcht nie ab, und was morali-sche Bedenklichkeiten betrifft, so ist der Eigenwille mitjeder Sophisterei zufrieden. Beinahe ohne sich den geisti-gen Prozeß klar zu machen, durch welchen seine Nervensich härteten und seine Glieder sich bewegten, schritt erdurch den Corridor, erreichte MejnourS Gemach und öff-nete die verbotene Thüre. Alles war, wie er es zu sehengewohnt gewesen, nur daß auf einem Tisch mitten imZimmer ein großes Buch aufgeschlagen war. Er nähertesich und betrachtete die Züge des Blattes; sie waren inChiffernschrift, deren Studium einen Theil seiner Arbei-ten ansgemacht hatte. Mit geringer Schwierigkeit glaubte