„Ich wünsche Euch den besten Erfolg, MonsieurNieot," sagte Mervale aufstehend und ihm herzlich dieHand schüttelnd.
Glyndon warf einen «erachtenden Blick auf Beide.
„Vielleicht, Monsieur Nieot," sagte er endlich, seineLippen zu einem bittern Lächeln zwingend, „vielleichtdürftet Ihr doch Nebenbuhler haben!"
„Nm so besser," versetzte Monsieur Nieot gleichgül-tig, schlug die Fersen a» einander, und schien ganz ver-loren in der Bewunderung dcxForm seines großen Fußes.
„Ich selbst bewundere Viola Pisani."
„Das muß jeder Maler!"
„Ich kann Ihr so gut wie Ihr dic Heirath anbieten."
„Das wäre eine Thorheit von Euch, so klug es vonmir ist. Ihr wüßtet nicht, wie Ihr aus der SpeeulationGewinn ziehen solltet! Ober oonli'öro, Ihr habt Vor-urthetle!"
„Ihr wollt doch nicht sagen, daß Ihr von Euremeignen Weibe Gewinn zu ziehen gedenkt?"
„Der tugendhafte Eatv lieh seineFrau einem Freunde.Ich liebe die Tugend, und kanu nichts besseres thun, alsCato nachahmen. Aber, um ernst zu reden — ich fürchleEuch nicht als Rival. Ihr seyd hübsch und ich bin häßlich.Aber Ihr seyd unentschlossen und ich entschieden. Wäh-rend Ihr schöne Phrasen vorbringt, werde ich einfachsagen: „„Ich habe einen bon ctat. Wollt Ihr michhcirathen?"" So thnt denn Euer Schlimmstes, oliercontrere. ,4 revoin, hinter den Couliffen!"