wertete sie stammelnd: „Wenn du es gebieten kannst —ha —"
„Sprich weiter!"
„So verfüge über mich wie Du willst!"
Zanoni stand einige Augenblicke schweigend da; ersah den Kampf, den das Mädchen so gut zu verbergenwähnte; er machte unwillkührlich eine Bewegung auf siczu und drückte ihre Hand an seine Lippen; cs war daserste Mal, daß er auch nur so weit die Grenzen einergewissen Strenge überschritt, vermöge welcher sie vielleicht ihn und ihre eigenen Gedanken weniger fürchtete,
„Viola!" sagte er, und seine Stimme zitterte, „dieGefahr, die ich nicht mehr abwenden kann, wenn Du nochxäugcr in Neapel verweilst, rückt dir mit jeder Stundenäher! Am dritten Tage von heute an muß dein Schick-sal entschieden sehn. Ich nehme dein Versprechen an,Bor der letzten Stunde jenes Tageö werde ich dich, kommewas da wolle, wieder scheu, hier, in deinem eigenenHause, Bis dahin lebe wohl!"
Viertes Kapitel.
Das Leben — zwischen zweien Welten schwankt^,Wie zwischen Nacht und Morgen schwankt ein Stern,
Vvron,
Als Glyndvn Viola verließ, wie im Schlußkapitelder zweiten Abteilung dieses Buches erzählt worden,