Druckschrift 
2 (1842)
Entstehung
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I

Mit diesen Worten stand Nicot auf, streckte seinelangen Arme und kurzen Beine, gähnte, daß man alle seinezerbrochenen Zähne von einem Ohr bis znm andern sah,drückte seine Mütze mit trotzig herausforderndem Wesenauf seinen buschigten Kopf und hüpfte aus dem Zimmer,dem entrüsteten Glyndon einen Blick des Triumphes undder Bosheit über die linke Schulter zuwerfend.

Mervalc brach in ein schallendes Gelächter aus.„Seht nur, wie Eure Viola von Eurem Freunde geschätztwird! Ein schöner Sieg, stc dem häßlichsten Hunde zwüscheu Lappland und den Kalmücken zu entreißen!"

Glpudon war noch zu entrüstet, uni zu antworten,als ein neuer Besuch kam. Es war Zanoni selbst. Mer-vale, welchem die Erscheinung und das Acussere diesesMannes, trotz seinem Widerstreben, eine Art Ehrerbieiung einflößte, die er sich nicht gern eingcstand, und nochweniger vor Andern verrathen wollte, nickte Glhndon zu,sagte nur! „Ein Weiteres, wenn ich Euch wieder sehe,"und verließ den Maler und seinen unerwarteten Besuch.

„Ich sehe," sagte Zanoni, die Decke von der Leinwandaufhebcnd, „daß Ihr den Rath nicht verachtet habt, denich Euch gab. Muth, junger Künstler, das ist Etwas,womit Ihr den Schulen entflieht! das ist voll von demkühnen Selbstvertrauen des ächten Genius. Ihr hattetkeinen Nicot, keinen Mervale in Eurer Nähe, als Ihr dieIdee zu diesem Bilde wahrer Schönheit faßtet!"

Wieder in den Zauberkreis seiner Kunst versetzt durchdieß unerwartete Lob, versetzte Glyndon bescheiden: „Ich